Snowboardcrosser starten in Pyeongchang
Rasantes Gerangel

Der deutsche Snowboardcrosser Paul Berg (Zweiter von links) hat in Pyeongchang immerhin Außenseiterchancen. Bild: Patrick Seeger/dpa

Sollten Sie sich nach den anstrengenden Faschingswochen nicht dafür entschieden haben, ab sofort wieder nachts zu schlafen statt tagsüber, dann ist Snowboardcross das richtige Programm. Zugegeben, diese Sportart steht jetzt nicht zwangsläufig auf dem Speiseplan des Durchschnitts-Olympia-Guckers. Immerhin ist die Cross-Variante erst seit 2006 olympisch, zählt aber zu den quotenträchtigsten, weil spektakulärsten Wettkämpfen der vergangenen Olympiaden.

Stellen Sie sich einen Snowboarder vor, der eine hügelige Piste hinunterbraust. Gut, sonderlich unterhaltsam für den Zuschauer ist das auf Dauer nicht. Deshalb fahren die Snowboarder gleichzeitig. So ergibt sich ein rasantes Gerangel um die vorderen Plätze. Wollen Sie sich dieses Spektakel entgehen lassen? Am Donnerstagmorgen ab 3 Uhr starten die Qualifikationsläufe. Nun folgen in raschen Abständen die K.o.-Läufe, bis um dreiviertel sieben das Finale ansteht. Einen klaren Favoriten gibt es auch: Der Franzose Pierre Vaultier ist aktueller Weltmeister und Olympiasieger. Die deutschen Teilnehmer haben immerhin Außenseiterchancen. Paul Berg gelang bei der Generalprobe auf dem Feldberg im Breisgau mit dem dritten Rang ein glänzendes Resultat. Edelmetall für Deutschland ist also zumindest in Reichweite.

Parallel dazu können Sie sich die Entscheidungen im alpinen Skisport gönnen. Die aufgrund der heftigen Winde verschobenen Finals in der Abfahrt der Männer und im Riesenslalom der Damen gehen ebenfalls am frühen Donnerstagmorgen über die weiße Bühne. Solange das Wetter nicht schon wieder übel mitspielt, dürften Thomas Dreßen und Viktoria Rebensburg um Medaillen mitkämpfen.
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