09.03.2018 - 21:12 Uhr
Deutschland & Welt

Späte 0:1-Niederlage in Bielefeld Club geht die Puste aus

Drittes Spiel in Serie ohne eigenen Treffer, die zweite Pleite in Folge und als zusätzlichen Nackenschlag setzt es bei Arminia Bielefeld eine Last-Minute-Niederlage. Dem 1. FC Nürnberg droht im Schlussspurt der Saison der sicher geglaubte Aufstieg noch zu entgleiten.

von Agentur DPAProfil

Bielefeld. Der 1. FC Nürnberg steckt im Tief. Die Franken verpassten am Freitagabend die Rückkehr auf den ersten Tabellenplatz in der 2. Fußball-Bundesliga und erlitten den nächsten Rückschlag im Aufstiegsrennen. Die Mannschaft von Trainer Michael Köllner unterlag nach einem späten Gegentor von Konstantin Kerschbaumer (90. Minute) unglücklich mit 0:1 (0:0) bei Arminia Bielefeld.

Die Franken blieben damit auch im dritten Spiel nacheinander ohne Sieg. Eine Woche nach dem 0:2 im Franken-Derby gegen Greuther Fürth agierte der Club vor 18 542 Zuschauern in der Offensive erneut zu harmlos. Der FCN bleibt aber hinter Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf Zweiter mit 45 Punkten.

Drei Startelf-Wechsel

"Es ist bitter", resümierte Nürnbergs Schlussmann Fabian Bredlow. "Wir haben bis zur 90. Minute versucht, nach vorne zu spielen und ein Tor zu schießen. Dass wir dann kurz vor Schluss ein Gegentor bekommen, ist natürlich bitter." Bredlow ist aber überzeugt, dass sich der FCN wieder aufrichtet. "In der Hinrunde haben wir, glaube ich, auch mal zwei Spiele nacheinander verloren und haben aus unseren Fehlern gelernt. Das wollen wir wieder tun", sagte er.

Nach dem Derby baute Köllner, der vor rund einem Jahr Cheftrainer der Nürnberger geworden war, dreimal seine Startelf um. Enrico Valentini kehrte nach verbüßter Gelbsperre als Rechtsverteidiger zurück, Edgar Salli und Marvin Stefaniak besetzten die offensiven Außenpositionen.

Köllner war allerdings schon früh zum ersten Wechsel gezwungen. Kevin Möhwald musste sich bereits nach zwei Minuten behandeln lassen, in der 25. Minute ging es für den angeschlagenen Spielmacher nicht mehr weiter. Allrounder Eduard Löwen ersetzte ihn. Bis dahin waren die Nürnberger tonangebend und besaßen zwei Chancen. Nach einem Freistoß von Valentini von der rechten Seite köpfte Innenverteidiger Georg Margreitter (15.) mit Anlauf aus sieben Metern aber über das Tor. Acht Minuten danach machte es Adam Zrelak nicht besser.

Bredlow rettet

Mit Kombinationen konnte der Club die geschickt verteidigenden Hausherren nicht knacken. Die Arminia war bei einem Kopfball von Kerschbaumer (42.) nicht zwingend.

Die Partie nahm nach dem Wechsel Fahrt auf. Nach dem nächsten Freistoß von Valentini konnte auch Kapitän Hanno Behrens (50.) per Kopf den Bielefelder Torwart Stefan Ortega nicht überwinden. Auf der Gegenseite musste Club-Keeper Bredlow gleich zweimal kurz nacheinander retten: erst mit dem Fuß gegen Keanu Staude (58.), unmittelbar danach mit den Fäusten gegen Brian Behrendt. Kurz vor Schluss sorgte Kerschbaumer für die Ernüchterung.Bild: Friso Gentsch/dpa

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