04.09.2017 - 22:32 Uhr
Sport

Tennis Aus in nur 76 Minuten

Zwei Runden nach Alexander Zverev hat sich auch Mischa Zverev von den US Open verabschiedet. Er verlor gegen einen Gegner, der einen außergewöhnlichen Tag erwischte. Nach ein paar Tagen Pause soll die Vorbereitung auf den Davis-Cup beginnen.

Endstation im Achtelfinale: Mischa Zverev (Bild) ist bei den US Open am US-Amerikaner Sam Querrey gescheitert. Bild: Kathy Willens/dpa
von Agentur DPAProfil

New York. Seine Laune wollte sich Mischa Zverev von seinem klaren Achtelfinal-Aus bei den US Open nicht verderben lassen. Wie denn das Match verlaufen sei, wurde der 30-Jährige auf Englisch gefragt. "Schnell", antwortete er nach dem überraschend einseitigen 2:6, 2:6, 1:6 gegen Sam Querrey bloß - und schmunzelte. Klar, der Serve-and-Volleyspieler war enttäuscht vom Ergebnis und davon, dass er in nur 76 Minuten gegen den amerikanischen Wimbledon-Halbfinalisten an seine Grenzen stieß. Es war das kürzeste Herren-Spiel des bisherigen Turniers.

Seine erste Teilnahme an der Runde der besten 16 beim abschließenden Grand-Slam-Schaulaufen stufte der Hamburger aber sogleich als Erfolg ein, als er die Tennis-Arena in Flushing Meadows verließ. "Es war ein schönes Turnier", bilanzierte der Hamburger, anstatt die verpasste Chance auf das Viertelfinale hochzuhängen. "Wenn ich auf dem Level möglichst viel weiter spielen kann, bin ich zufrieden."

Nach ein paar Tagen Erholung trainiert der Melbourne-Viertelfinalist in Monaco - und plant nach eigenen Worten mit einem Einsatz im Davis-Cup. "Momentan sieht es danach aus", sagte Mischa Zverev über die Abstiegsrelegationspartie vom 15. bis 17. September in Lissabon. Vor einem Jahr hatten die beiden Zverev-Brüder abgesagt. Am Dienstag werden die Listen mit den Nominierten veröffentlicht.

Beim Blick auf die Viertelfinals der US Open im unteren Tableau wird sich wohl vor allem Alexander Zverev mächtig ärgern: Pablo Carreno-Busta versus Diego Schwartzman, Kevin Anderson gegen Querrey lauten die Partien. Einer von ihnen wird am Ende sein erstes Grand-Slam-Endspiel bestreiten, was auch der 20-jährige Alexander Zverev so gern wollte.

Es war ein schönes Turnier.Mischa Zverev nach dem Achtelfinal-Aus
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