06.09.2017 - 22:30 Uhr
Sport

Tennis Muguruza die neue Nummer 1

Die amerikanischen Tennisspielerinnen sorgen bei den US Open weiter für Furore. Auch CoCo Vandeweghe schaffte den Sprung unter die besten Vier. Ein Spanierin, die schon ausgeschieden ist, profitiert davon.

Obwohl sie bei den US Open bereits ausgeschieden ist, übernimmt Garbiñe Muguruza (Bild) am Montag die Führung in der Tennis-Weltrangliste. Die Spanierin löst die Tschechin Karolina Pliskova ab. Bild: Javier Rojas/dpa
von Agentur DPAProfil

New York. Nach dem glänzenden Auftritt der amerikanischen Damen bei den US Open löst Wimbledonsiegerin Garbiñe Muguruza die Tschechin Karolina Pliskova als Nummer eins der Tennis-Welt ab. Weil die Vorjahresfinalistin im Viertelfinale von New York scheiterte, wird die Spanierin am kommenden Montag an die Spitze rücken.

Die topgesetzte Pliskova unterlag am Mittwoch überraschend CoCo Vandeweghe 6:7 (4:7), 3:6 und kann damit ihre Position nicht mehr verteidigen. Das unerwartet erfolgreiche Abschneiden der heimischen Tennisspielerinnen auch ohne Serena Williams setzt sich fort: Vandeweghe zog als dritte US-Amerikanerin ins Halbfinale ein. "Ich könnte mir nichts Schöneres wünschen", sagte die Weltranglisten-22. vor dem begeisterten Publikum im Arthur-Ashe-Stadion, nachdem sie ihren ersten Einzug ins US-Open-Halbfinale perfekt gemacht hatte. Am Donnerstag trifft die 25-Jährige auf US-Kollegin Madison Keys oder Qualifikantin Kaia Kanepi aus Estland. Zudem tritt im Kampf um den Einzug ins Endspiel die 37-jährige Venus Williams gegen die 13 Jahre jüngere Sloane Stephens an. "Wir müssen Serena und Venus bewundern. Sie haben mich inspiriert", sagte Vandeweghe.

Vor dem abschließenden Viertelfinale zwischen Keys und Kanepi in der Nacht zum Donnerstag war damit das seltene Kunststück möglich, dass nur Amerikanerinnen die Vorschlussrunden-Plätze besetzen. Zuletzt gelang dies einem US-Quartett bei einem Grand-Slam-Turnier 1985 in Wimbledon - angeführt von Martina Navratilova. Bei den US Open gab es das zuletzt vor 36 Jahren.

Abseits der Tennisplätze von Flushing Meadows darf die 23-jährige Muguruza über den Sprung auf Platz eins jubeln. Für die Spanierin war schon in der Runde der besten 16 Schluss. Weil sie aus dem Vorjahr kaum Punkte zu verteidigen hatte, schiebt sie sich durch die komplizierte Weltranglisten-Arithmetik nach vorn. Pliskova hätte wie im Vorjahr das Endspiel erreichen müssen, um in ihre neunte Woche als Nummer eins zu gehen. Am 17. Juli war die neunfache Turniersiegerin auf Angelique Kerber gefolgt.

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