13.07.2017 - 21:14 Uhr
Sport

Tennis Williams ein Wahnsinn

Das erste Damen-Halbfinale in Wimbledon ist eine einseitige Angelegenheit. In 65 Minuten zieht Garbiñe Muguruza in das Endspiel ein. Danach zerstört Venus Williams die britischen Hoffnungen.

Vor 17 Jahren gewann Venus Williams den ersten ihrer fünf Wimbledon-Titel. Neun Jahre nach ihrem letzten Triumph auf der Insel kann sich die 37-jährige US-Amerikanerin erneut zur Siegerin krönen. Nur noch die Spanierin Garbiñe Muguruza steht zwischen Williams und dem ganz großen Coup. Bild: Tim Ireland/dpa
von Agentur DPAProfil

London. Als älteste Finalistin seit Martina Navratilova vor 23 Jahren hat Venus Williams das Endspiel in Wimbledon erreicht. Die 37 Jahre alte Amerikanerin entschied am Donnerstag das Halbfinale gegen Johanna Konta überraschend deutlich mit 6:4, 6:2 für sich und zerstörte damit die Hoffnungen der einheimischen Fans auf die erste britische Wimbledonsiegerin seit Virginia Wade im Jahr 1977.

Nach 73 Minuten auf dem Centre Court nutzte die ältere Schwester der schwangeren Serena Williams ihren dritten Matchball und machte das Endspiel gegen die Spanierin Garbiñe Muguruza perfekt. Die Achtelfinal-Bezwingerin von Angelique Kerber hatte in ihrem Halbfinale gegen Magdalena Rybarikova aus der Slowakei ebenfalls keine Mühe und gewann nach nur 65 Minuten 6:1, 6:1.

"Ich bin so glücklich. Sie hat so gut gespielt, kein Punkt war einfach. Meine Erfahrung hat mir geholfen", sagte Williams, nachdem sie mit einem Luftsprung und ihrer berühmten Pirouette um die eigene Achse ihr erstes Wimbledon-Finale seit 2009 zelebriert hatte. Was Venus Williams in diesen Tagen bei ihrer 20. Wimbledon-Teilnahme auf den Heiligen Rasen zauberte, verzückte und erstaunte alle Beobachter. Vor einigen Wochen noch war sie in Florida in einen tödlichen Autounfall verwickelt und musste nach ihrem Erstrunden-Sieg gegen die Belgierin Elise Mertens unter Tränen die Pressekonferenz abbrechen, als sie danach gefragt wurde. Seitdem sind nur noch Fragen zum sportlichen Geschehen zugelassen. Und das meistert Venus Williams wie zu ihren Glanzzeiten, als sie fünfmal an der Church Road gewann (2000, 2001, 2005, 2007, 2008) und zweimal bei den US Open triumphierte (2000, 2001). 20 Jahre nach ihrem Debüt im Jahr 1997 ließ Williams auch der hochgehandelten Konta keine Chance.

Noch schlimmer erging es jedoch Rybarikova in ihrem ersten Halbfinale bei einem Grand-Slam-Turnier. "Es war ein schwieriges Match, ich habe sie noch nie so gut spielen sehen. Offensichtlich hatte ich nicht meinen besten Tag", sagte die 28-Jährige nach der Lehrstunde im Duell mit der French-Open-Siegerin von 2016 und Wimbledon-Finalistin von 2015 ernüchtert.

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