10.07.2017 - 22:30 Uhr
Sport

Tennis Wimbledon: Aus für Kerber und Zverev

Obwohl Angelique Kerber so gut spielt wie noch nie in dieser Saison, scheidet sie im Achtelfinale von Wimbledon gegen Garbiñe Muguruza aus. Alexander Zverev verpasst gegen den Vorjahresfinalisten Milos Raonic erst nach fünf hart umkämpften Sätzen eine Überraschung.

Angelique Kerber kann es nicht fassen: Trotz der besten Leistung in dieser Saison ist sie in Wimbledon im Achtelfinale ausgeschieden und hat zudem den ersten Platz in der Weltrangliste verloren. Bild: dpa
von Agentur DPAProfil

London. Gekämpft bis zum letzten Ballwechsel - und am Ende doch im Achtelfinale gescheitert: Die besten deutschen Tennisprofis Angelique Kerber und Alexander Zverev sind in Wimbledon trotz starker Auftritte ausgeschieden.

Der 20 Jahre alte Hamburger unterlag am Montag dem an Nummer sechs gesetzten Milos Raonic aus Kanada erst nach fünf Sätzen 6:4, 5:7, 6:4, 5:7, 1:6 und verpasste damit sein erstes Viertelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier. Kerber musste sich trotz ihrer besten Leistung in dieser Saison und einer endlich wieder einmal überzeugenden Vorstellung der Spanierin Garbiñe Muguruza mit 6:4, 4:6, 4:6 geschlagen geben und verliert damit auch nach 34 Wochen an der Spitze Platz eins der Weltrangliste.

"Es ist einfach frustrierend", sagte Zverev und haderte vor allem mit seinen vergebenen Breakchancen. "Nur drei von 17, das ist schlecht." Raonic zerstörte mit seinem Sieg in 3:23 Stunden auch Zverevs Hoffnung auf ein Viertelfinale gegen sein großes Idol Roger Federer. Ohne Satzverlust war der jüngere der beiden Zverev-Brüder ins Achtelfinale vorgedrungen. Und auch gegen Raonic legte das größte deutsche Talent seit Boris Becker und Michael Stich selbstbewusst los. Von den Monster-Aufschlägen seines Gegenübers mit mehr als 220 Stundenkilometern ließ er sich nicht zermürben und ging mit 2:1 Sätzen in Front. Im vierten dann führte Zverev beim Stand von 5:6 aus seiner Sicht mit 40:15, schaffte es trotz eigenen Aufschlags aber nicht in den Tiebreak, sondern musste den Satzverlust hinnehmen - der wohl entscheidende Moment, der die Partie zugunsten von Vorjahresfinalist Raonic kippen ließ.

Wie Zverev darf sich auch Kerber trotz der Niederlage ermutigt aus London verabschieden. "Ich bin auf einem guten Weg. Ich werde trotzdem mit einem positiven Gefühl abreisen. Diese Motivation und diese Leidenschaft auf dem Platz sind zurück", sagte sie. Denn was in den Statistiken als weiterer Rückschlag einer bislang enttäuschenden Saison verzeichnet wird, könnte sich für die Vorjahresfinalistin tatsächlich als Wendepunkt im Jahr 2017 erweisen. "Am Ende waren es ein, zwei Punkte, es hätte auch anders ausgehen können", sagte Kerber, die ein ganz anderes Bild abgab als noch vor sechs Wochen beim deprimierenden Aus in der ersten Runde der French Open.

Nadal 13:15 im 5. Satz

Nach dem fast fünf Stunden dauernden Match zwischen Rafael Nadal und Gilles Muller ist das ursprünglich danach angesetzte Achtelfinale zwischen Novak Djokovic und Adrian Mannarino auf Dienstag verschoben worden. French-Open-Champion Nadal (Spanien) unterlag nach 4:48 Stunden dem Luxemburger Muller mit 3:6, 4:6, 6:3, 6:4 und 13:15.

Am Ende waren es ein, zwei Punkte, es hätte auch anders ausgehen können.Angelique Kerber
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