18.03.2018 - 22:02 Uhr
Deutschland & Welt

Tiefpunkt für Wellinger - Eisenbichler auf Platz sieben Überflieger Stoch holt Trophäe

Vikersund. Absturz für Andreas Wellinger, Triumph für Kamil Stoch: Der überragende Pole hat seine exzellente Saison gekrönt und schon eine Woche vor Saisonende zum zweiten Mal in seiner Karriere den Gesamtweltcup der Skispringer gewonnen. "König Kamil", wie er in seiner Heimat genannt wird, reichte beim Dreifacherfolg der Norweger beim Skifliegen in Vikersund am Sonntag Rang sechs, um den Triumph in der Wertung perfekt zu machen.

Kamil Stoch ist der Überflieger der Saison. Bild: Geir Olsen/dpa
von Agentur DPAProfil

Stoch sicherte sich mit 223 und 237 Metern auch den Sieg bei der zehntägigen Raw-Air-Tour, der ihm einen Siegerscheck über 60 000 Euro einbringt. Als "Maßstab" und "Mann der Stunde" hatte Bundestrainer Werner Schuster den Polen in den vergangenen Wochen gelobt.

Für die deutschen Adler glänzte beim enttäuschenden 36. Platz von Wellinger auf der größten Skiflugschanze vor allem Markus Eisenbichler. Der Bayer war wie im Team-Bewerb der stärkste Deutsche und sicherte sich mit Flügen auf 232 und 226,5 Meter den siebten Rang.

"Ich hatte wunderschöne Flüge hier und kann mit positivem Gefühl nach Hause gehen", befand Eisenbichler. Am norwegischen Sieger Robert Johansson, der auf 232 und 246 Meter flog, und seinen beiden Landsmännern Andreas Stjernen und Daniel Andre Tande gab es dennoch kein Vorbeikommen. Der Vikersund-Sieger gewann als Zweiter der Raw-Air-Tour immerhin noch 30 000 Euro.

Während die Deutschen nach den Winterspielen von Pyeongchang immer mehr abbauen, drehen die von Coach Alexander Stöckl betreuten Norweger gegen Saisonende immer stärker auf. Am Samstag hatten Tande, Stjernen, Johansson und Johann Andre Forfang beim Teamfliegen mit umgerechnet mehr als 200 Metern Vorsprung gewonnen. Die Deutschen waren auf Rang vier auch hier nur Zuschauer. "Eine Packung", wie Coach Schuster feststellte. Waren Podestplätze vor Olympia die Normalität, sind sie danach zu einer Rarität geworden.

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