Triumph über Langdistanz in Klagenfurt
Jan Frodeno siegt auf der letzten Rille

Klagenfurt. Den Lorbeerkranz und die Medaille für seinen ersten Sieg beim Ironman Austria ließ sich Jan Frodeno im Sitzen überreichen. Trotz eines Virus in der unmittelbaren Vorbereitung auf seinen eigenen Wettkampf über die 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen setzte sich der 35-Jährige am Sonntag in Klagenfurt souverän vor den jubelnden Fans durch. "Ich habe solche Schmerzen", sagte Frodeno danach und dankte den Zuschauern: "Ihr habt es geschafft, dass ich sie kurz vergessen konnte."

Schon vorher hatte er betont, dass Fabelzeiten nicht zu erwarten seien. Zu schwer wog die einwöchige Komplett-Pause und eine weitere mit sehr eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten. Dennoch lag der zweimalige Weltmeister nach 46:29 Minuten Schwimmen im Wörthersee bereits knapp zwei Minuten vor dem Rest des Feldes. Für die schnelle, aber auch nicht flache Radstrecke benötigte Frodeno 4:19:45 Stunden. Den Marathon beendete er in 2:46:10 Stunden. Damit war der Streckenrekord aus dem Jahr 2011 des Austria- Rekordgewinners Marino Vanhoenacker von 7:45:58 Stunden für Frodeno nicht erreichbar.

Das scherte ihn im Ziel aber nicht. Frodeno genoss nach den Strapazen die letzten Meter und ging durchs Ziel. Kaum hinter der Linie, ließ er sich fallen und atmete erst einmal tief durch. Für die endgültige Hawaii-Qualifikation hätte er lediglich das Rennen solide beenden müssen. So aber gelang Frodeno der insgesamt fünfte Sieg über die Langdistanz. Eneko Llanos aus Spanien kam nach 8:12:43 Stunden als Zweiter ins Ziel, der Ukrainer Wiktor Sjemzew wurde Dritter in 8:17:05 Stunden.
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