Trotz Confed-Cup-Sieg – die Hauptrollen auf dem Weg zur angestrebten WM-Titelverteidigung sind ...
Kroos und Co. übernehmen

Thomas Müller, Mesut Özil, Julian Draxler und Toni Kroos (von links) kehren gegen Tschechien in die Startelf der Nationalmannschaft zurück. Bundestrainer Joachim Löw setzt auf seine bewährten Kräfte. Bild: Federico Gambarini/dpa

Trotz Confed-Cup-Sieg - die Hauptrollen auf dem Weg zur angestrebten WM-Titelverteidigung sind für die Weltmeister Kroos, Özil, Müller und Hummels reserviert. Khedira wird erst einmal gebremst. Der Bundestrainer erwartet schon in Prag weltmeisterlichen Spirit.

Stuttgart. Die Fußball-Weltmeister um Toni Kroos und Mesut Özil brennen darauf, beim Startschuss in Prag gleich wieder das Kommando zu übernehmen. Einer der Sieger von Brasilien 2014 wird allerdings beim ersten Länderspiel der WM-Saison nicht dabei sein: Sami Khedira wird am Freitag (20.45 Uhr/RTL) in der WM-Qualifikation gegen Gastgeber Tschechien wegen Kniebeschwerden fehlen.

Das Fundament

"Sie sind das Fundament der Mannschaft. Um sie herum kann wieder eine sehr starke Mannschaft entstehen", hatte Oliver Bierhoff noch zuvor über die etablierten Kräften wie Kroos, Özil und Khedira gesagt, die beim jüngsten Konföderationen-Pokal in Russland pausieren durften.

Der Teammanager erinnerte in Stuttgart nochmals an den erfolgreichen Sommer mit Confed-Cup-Sieg und U21-EM-Titel. "Wir sind mächtig stolz darauf, was Spieler, Trainer, der deutsche Fußball geleistet haben. Das hat deutlich gemacht, wozu wir fähig sind", sagte Bierhoff und mahnte: "Man muss trotzdem die Relationen sehen." Nun komme eine viel schwierigere Aufgabe auf alle Beteiligten zu. Es gebe gute Aussichten, aber es sei kein Selbstläufer, erklärte Bierhoff: "Der Druck ist nochmal ein ganz anderer."

Den kennen die Weltmeister besser als alle anderen WM-Kandidaten. Özil, Kroos, Thomas Müller und Mats Hummels werden in Prag zurück in die Startelf rücken. "Sie haben auch in der Champions-League schon gezeigt, welche Klasse sie haben", hob Bierhoff hervor. Auch Löw legt den höchsten Maßstab an. "Die jungen Spieler, die den Confed-Cup gewonnen haben, sind noch nicht auf dem Weltklasseniveau, das man aber braucht, um den WM-Titel zu holen." Der Bundestrainer setzt bei Spielern wie Timo Werner oder Leon Goretzka auf Steigerung.

Einige Unwägbarkeiten

Allerdings macht schon die erste Etappe mit den Spielen gegen Tschechien und am Montag in Stuttgart gegen Norwegen deutlich, dass Löw mit einigen Unwägbarkeiten bei den arg beanspruchten Weltmeistern rechnen muss. Der verletzungsanfällige Khedira (30) hatte in der Vorsaison nur fünf Einsätze im DFB-Team, davon lediglich drei über die volle Zeit. Kapitän Manuel Neuer (31) und Jérôme Boateng (28) haben ihre letzten Länderspiele im Oktober 2016 bestritten. Beide Münchner fehlen auch diesmal. Und WM-Siegtorschütze Mario Götze (25) kämpft sich in Dortmund gerade wieder in den Profialltag zurück.

U21-Europameister Serge Gnabry war wegen einer Verletzung am Sprunggelenk bereits abgereist. Löw hat einige Optionen für Khediras Position neben Kroos: den Neu-Münchner Sebastian Rudy oder die ebenfalls beim Confed-Cup überzeugenden Goretzka (Schalke) und Emre Can, der beim FC Liverpool stark in die Saison startete. Eine weitere offene Frage für den Auftakt in die Saison, die idealerweise am 15. Juli 2018 mit der WM-Titelverteidigung in Moskau enden soll, lautet: Bleibt Löw bei der Dreier-Abwehrkette, die er beim Confed-Cup bevorzugt hatte? "Ich glaube, das es auch den Spielern geschuldet war, die man hatte", sagte der Münchner Joshua Kimmich, der die letzten 19 Länderspiele komplett bestritten hatte. Die Rückkehr zur Viererkette erscheint wahrscheinlicher.

Löws Ziel ist von taktischen und personellen Dingen unabhängig. "Bisher haben wir ja eine weiße Weste in der Qualifikation, haben alle Spiele gewonnen. Wir können uns jetzt vorzeitig für die Endrunde qualifizieren, je nach Situation", sagte der Bundestrainer.

Bisher haben wir ja eine weiße Weste in der Qualifikation, haben alle Spiele gewonnen. Wir können uns jetzt vorzeitig für die Endrunde qualifizieren, je nach Situation.Bundestrainer Joachim Löw

WM-Qualifikation

Gruppe A



Luxemburg - Weißrussland Do. 20.45

Bulgarien - Schweden Do. 20.45

Frankreich - Niederlande Do. 20.45



Niederlande - Bulgarien So. 18.00

Weißrussland - Schweden So. 18.00

Frankreich - Luxemburg So. 20.45



1. Schweden 6 12:4 13

2. Frankreich 6 11:5 13

3. Niederlande 6 13:6 10

4. Bulgarien 6 9:12 9

5. Weißrussland 6 4:11 5

6. Luxemburg 6 6:17 1

Gruppe B



Schweiz - Andorra Do. 20.45

Ungarn - Lettland Do. 20.45

Portugal - Färöer Do. 20.45



Färöer - Andorra So. 18.00

Lettland - Schweiz So. 20.45

Ungarn - Portugal So. 20.45



1. Schweiz 6 12:3 18

2. Portugal 6 22:3 15

3. Ungarn 6 8:7 7

4. Färöer 6 2:10 5

5. Andorra 6 2:13 4

6. Lettland 6 2:12 3

Gruppe C



Norwegen - Aserbaidschan Fr. 20.45

San Marino - Nordirland Fr. 20.45

Tschechien - Deutschland Fr. 20.45



Aserbaidschan - San Marino Mo. 18.00

Deutschland - Norwegen Mo. 20.45

Nordirland - Tschechien Mo. 20.45



1. Deutschland 6 27:1 18

2. Nordirland 6 11:2 13

3. Tschechien 6 9:5 9

4. Aserbaidschan 6 3:9 7

5. Norwegen 6 6:10 4

6. San Marino 6 1:30 0

Gruppe D



Serbien - Moldawien Sa. 18.00

Georgien - Irland Sa. 18.00

Wales - Österreich Sa. 20.45



Irland - Serbien Di. 20.45

Moldau - Wales Di. 20.45

Österreich - Georgien Di. 20.45



1. Serbien 6 13:7 12

2. Irland 6 8:4 12

3. Wales 6 9:5 8

4. Österreich 6 9:8 8

5. Georgien 6 6:10 3

6. Moldawien 6 4:15 2

Gruppe E



Kasachstan - Montenegro Fr. 18.00

Rumänien - Armenien Fr. 20.45

Dänemark - Polen Fr. 20.45



Armenien - Dänemark Mo. 18.00

Montenegro - Rumänien Mo. 20.45

Polen - Kasachstan Mo. 20.45





1. Polen 6 15:7 16

2. Montenegro 6 14:7 10

3. Dänemark 6 10:6 10

4. Rumänien 6 7:7 6

5. Armenien 6 7:14 6

6. Kasachstan 6 4:16 2

Gruppe F



Slowakei - Slowenien Fr. 20.45

Malta - England Fr. 20.45

Litauen - Schottland Fr. 20.45



England - Slowakei Mo. 20.45

Schottland - Malta Mo. 20.45

Slowenien - Litauen Mo. 20.45



1. England 6 10:2 14

2. Slowakei 6 12:4 12

3. Slowenien 6 6:3 11

4. Schottland 6 9:10 8

5. Litauen 6 6:11 5

6. Malta 6 2:15 0

Gruppe G



Albanien - Liechtenstein Sa. 18.00

Israel - Mazedonien Sa. 20.45

Spanien - Italien Sa. 20.45



Italien - Israel Di. 2045

Liechtenstein - Spanien Di. 2045

Mazedonien - Albanien Di. 2045



1. Spanien 6 21:3 16

2. Italien 6 18:4 16

3. Albanien 6 7:8 9

4. Israel 6 9:12 9

5. Mazedonien 6 8:13 3

6. Liechtenstein 6 1:24 0

Gruppe H



Griechenland - Estland Do. 20.45

Zypern - Bosnien-Herzegow. Do. 20.45

Belgien - Gibraltar Do. 20.45



Estland - Zypern So. 18.00

Griechenland - Belgien So. 20.45

Gibraltar - Bosnien-Herzegow. So. 20.45



1. Belgien 6 24:2 16

2. Griechenland 6 10:3 12

3. Bosnien-Herzegow. 6 13:5 11

4. Zypern 6 5:9 7

5. Estland 6 5:17 4

6. Gibraltar 6 3:24 0

Gruppe I



Finnland - Island Sa. 18.00

Ukraine - Türkei Sa. 20.45

Kroatien - Kosovo Sa. 20.45



Island - Ukraine Di. 20.45

Türkei - Kroatien Di. 20.45

Kosovo - Finnland Di. 20.45



1. Kroatien 6 11:2 13

2. Island 6 9:6 13

3. Türkei 6 11:6 11

4. Ukraine 6 9:5 11

5. Finnland 6 4:10 1

6. Kosovo 6 3:18 1
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.