04.03.2018 - 22:16 Uhr
Deutschland & Welt

Überragender Müller führt Bayern zum 4:0 in Freiburg Ungewöhnliche Vatergefühle

Beim nur in der Anfangsphase starken SC Freiburg setzen sich die Bayern zum Abschluss des 25. Spieltags locker durch. Beim klaren Erfolg schonen die Münchner ihren Top-Torjäger. Im Fokus stand jedoch zunächst Freiburgs Trainer Streich.

Thomas Müller bejubelt mit Corentin Tolisso seinen Treffer zum 1:0. In typischer Müller-Manier wuselte er dabei den Ball über die Linie - unter gütiger Mithilfe der Freiburger Hintermannschaft. Bild: Patrick Seeger/dpa
von Agentur DPAProfil

Freiburg. Mit ungewöhnlichen Vatergefühlen hat Thomas Müller den FC Bayern München zum nächsten Sieg auf dem Weg zur 28. deutschen Meisterschaft geschossen. "Ich habe mich so ein bisschen anstacheln lassen. Gestern Abend ist mein erstes Fohlen der Saison auf die Welt gekommen, also ich bin praktisch frisch Papa geworden", sagte der überragende Müller nach dem 4:0 beim SC Freiburg am Sonntag. Der Nationalspieler erzwang das Eigentor von Freiburgs Torhüter Alexander Schwolow (25.) zur Führung und sorgte in der 69. Minute für die Entscheidung.

Die weiteren Münchner Treffer erzielten Corentin Tolisso (28.) mit einem traumhaften Distanzschuss und Nationalstürmer Sandro Wagner (55.). Damit hat die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes neun Spiele vor Saisonende weiter 20 Punkte Vorsprung vor dem zweitplatzierten FC Schalke 04. "Wir haben ein überragendes Spiel in allen Belangen gemacht", sagte Bayern-Trainer Jupp Heynckes. "Ich war sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Das war eins unser besten Spiele der Saison." Die von Trainer Christian Streich, der angeblich von den Bayern umworben wird, betreuten Freiburger waren gegen den Rekordmeister chancenlos. "Ich will gar nicht weiter drauf eingehen. Wir springen nicht über jedes Stöckchen, was uns hingehalten wird. Das ist weder für uns ein Thema, noch für die Bayern", sagte Freiburgs Sportdirektor Jochen Saier zu den Spekulationen.

Dass er als möglicher Heynckes-Nachfolger laut einem Medien-Bericht von den Bayern kontaktiert wurde, dementierte der Coach vor dem Anpfiff. "Alles was da geschrieben wurde - ich habe es nicht gelesen, ich habe es mir erzählen lassen - entbehrt jeglicher Realität", sagte der 52-Jährige . "Es gab keine Anrufe, es gab keinen Kontakt." Seine Mannschaft zeigte vor 24 000 Zuschauern nur anfangs, warum die Arbeit ihres Trainers seit Jahren über den Schwarzwald hinaus geschätzt wird. Anstatt sich zurückzuziehen, agierte der abstiegsbedrohte SC mutig.

Beim Rekordmeister saßen Robert Lewandowski und Arjen Robben nur auf der Bank. Stattdessen durfte Nationalstürmer Wagner in der Sturmspitze mal wieder spielen, fiel aber nur bei seinem Abstaubertor auf.

Gestern Abend ist mein erstes Fohlen der Saison auf die Welt gekommen, also ich bin praktisch frisch Papa geworden.Thomas Müller
Alles was da geschrieben wurde - ich habe es nicht gelesen, ich habe es mir erzählen lassen - entbehrt jeglicher Realität.Christian Streich
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