Vidal und Kimmich wollen ihren Disput vor dem FCB-Training beilegen
Versöhnliche Bayern-Bazis

Die Bayern-Profis Arturo Vidal (Zweiter von rechts) und Joshua Kimmich (rechts) gerieten sich beim Confed-Cup-Finale in die Haare. Bild: dpa

St. Petersburg. Arturo Vidal konnte beim Gedanken an die Revanche für den unerfüllten Titeltraum schon wieder lächeln, Chiles Pechvogel war hingegen einfach nur untröstlich. Weinend stand Marcelo Diaz vor den Journalisten, wischte sich immer wieder mit dem Ärmel seines roten Trainingspullovers die Tränen aus dem Gesicht. Alle Versuche der chilenischen Reporter, den 30-Jährigen wieder aufzubauen, scheiterten.

Noch in der Nacht zu Montag entschuldigte sich Diaz für seinen entscheidenden Ballverlust vor dem goldenen Tor von Lars Stindl in einem Instagram-Beitrag, den er mit den Worten "Liebe Chilenen" begann. Darin verglich der Verteidiger den Schmerz sogar mit dem Tod seines Bruders vor fast 14 Jahren. "Ich habe immer gesagt, dass der Fußball mich nicht so leiden lassen würde wie damals, aber ich lag total falsch."

Selbst mit der gewohnten Aggressivität ihres Anführers hatten die Chilenen die junge deutsche Mannschaft nicht einschüchtern können. Sinnbildlich der heftige bayern-interne Streit, bei dem sich Joshua Kimmich trotz eines wüsten Schubsers von Vidal gegen den Hals nicht zurückdrängen ließ. Direkt im Anschluss verzichteten beide zunächst noch auf einen versöhnlichen Handschlag, wollten den Disput aber unbedingt vor dem Wiedersehen beim Bayern-Training abhaken. "Es war nichts, wir waren beide heiß. Ich habe ihm gesagt, er soll weniger reden und mehr spielen", berichtete Vidal. "Aber es ist vorbei, wir sind immer noch Freunde."
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