28.03.2018 - 21:56 Uhr
Deutschland & Welt

Watzke und Rauball wiedersprechen Rummenigge-Äußerungen "50+1": Der Ton wird rauer

Düsseldorf. In der kontroversen Debatte um die 50+1-Regel wird der Tonfall bissiger. Speziell zwischen den Branchengrößen Bayern München und Borussia Dortmund nimmt der Disput an Schärfe zu. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Reinhard Rauball, in Personalunion Borussia- und DFL-Präsident, konterten Aussagen von Karl-Heinz Rummenigge. Der Bayern-Vorstandschef war mit einer These vorgeprescht. Die Bundesliga solle sich für Investoren öffnen, andernfalls werde sie international immer mehr den Anschluss verlieren und auf nationaler Ebene langweilig bleiben.

von Agentur DPAProfil

"Was an einem demokratisch herbeigeführten Beschluss so schlimm sein soll, das weiß ich nicht. Wir müssen aufpassen, dass wir die Bundesliga nicht so sehr spalten, wie sich gerade die deutsche Gesellschaft zu spalten scheint", sagte Watzke. Mit Rauball ist er sich einig in der Kritik an Rummenigge. Der Bayern-Boss hatte zuvor geäußert, er finde die gesamte Entwicklung in der DFL "im Moment bedenklich".

"Der Vorwurf ist unberechtigt. Die Frage um '50+1' wird allein von den 36 Proficlubs entschieden. Es ist ein fataler Irrtum zu glauben, das Präsidium der DFL könne '50+1' aufheben", sagte Rauball. BVB-Chef Watzke warnte vor einer Abschaffung der Regel. Das könne "enormen sozialen Sprengstoff" bergen. "Wir haben 153 000 Mitglieder, und ich weiß, dass die meisten von denen '50+1' erhalten wollen", sagte Watzke. "Wollen wir jetzt über deren Köpfe hinweg diese Regel abschaffen? Dann fliegt uns das Ganze schneller um die Ohren, als wir gucken können."

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