Wegen DFB- und Champions-League-Finale muss Bundestrainer für USA-Tour neu planen
Da kommt selbst Löw ins Grübeln

Hat sich Hep Monatzeder selbst gewählt? Das bleibt vorerst ein Geheimnis, denn bei der Abstimmung mussten die Medien den Saal verlassen. Bild: dpa

Da musste sich auch Joachim Löw erst einmal kräftig die Augen reiben. Schier unglaublich: 8:1 steht es nach den Hinspiel-Duellen im Champions-League-Halbfinale zwischen Deutschland und Spanien - der Bundestrainer war live dabei und "begeistert". Schon macht das Wort vom Machtwechsel die Runde zwischen den zwei führenden Nationen in der Fußball-Weltrangliste.

Auf jeden Fall ist das deutsch-spanische Dauerduell weiter auf Touren gekommen. "Der FC Bayern und Borussia Dortmund haben in den Champions League-Hinspielen erstklassige Visitenkarten für den deutschen Fußball abgegeben", erklärte Verbands-Präsident Wolfgang Niersbach zu den Glanzauftritten der Bundesligisten. "Jeder hat gesehen, dass Deutschland eine Top-Fußball-Adresse ist. Das gilt für die Bundesliga, die einzelnen Vereine und natürlich auch für die Nationalmannschaft", ergänzte der DFB-Chef stolz.

"Die Ergebnisse sind hochverdient, auch in der Höhe", urteilte Joachim Löw, der den Festtag in München und die Dortmunder Gala gegen Real als Stadion-Augenzeuge erlebte. Die Aussicht auf das erste deutsch-deutsche Finale in Europas Königsklasse bringt allerdings Löw für die nahe Zukunft kräftig ins Grübeln. Denn für die anstehende USA-Tournee mit Länderspielen am 29. Mai gegen Ecuador in Boca Raton sowie am 2. Juni in Washington gegen die USA müsste er dann einen völlig neuen Kader zusammenstellen.
Sechs Bayern-Spieler sind durch den Einzug ins DFB-Pokalfinale am 1. Juni gegen den VfB Stuttgart ohnehin schon draußen. Das würde wohl auch auf die sechs Dortmunder DFB-Kicker zutreffen, wenn der BVB den Einzug ins Champions-League-Endspiel am 25. Mai in London perfekt machen kann.

Zwar gibt es bei Löw Überlegungen, Schmelzer, Mats Hummels, Sven Bender, Mario Götze, Ilkay Gündogan und Marco Reus in die USA nachzuholen. Diese aber erscheinen vage wie bei Oldie Miroslav Klose, der am 26. Mai mit Lazio zum italienischen Pokalfinale gegen den AS Rom antreten wird. Für Özil und Khedira steht mit Madrid am 1. Juni der letzten Spieltag in der spanischen Meisterschaft an. Aus der U 21 kann Löw keine Spieler holen, da sich diese zur Zeit der USA-Reise auf die Nachwuchs-EM in Israel vorbereitet.

"Ein Luxusproblem", hieß es dazu aus dem DFB, die personellen Planungen für die beiden Testspiele zum Saisonende sind erst einmal zurückgestellt. Ab kommenden Donnerstag sollen dann bei Löw und Co. die Köpfe rauchen, um festzulegen, wer am 22. Mai mit in den Flieger nach Miami steigt. Es wird einige Überraschungen geben.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.