17.08.2017 - 22:26 Uhr
Sport

Weiter Wechsel-Wirrwarr um Dembélé Keine Einigung in Sicht

Im Wechseltheater um Ousmane Dembélé wird weiter viel geredet, nur vom BVB-Profi selbst ist nichts zu sehen. Geschäftsführer Watzke dementiert derweil, dass eine Einigung mit Barça kurz bevorstehe.

Wer hat hier einen Vogel? Dortmunds Ousmane Dembélé streikt beim Revierclub weiter, um seinen Wechsel zum FC Barcelona zu erzwingen. Bild: Ina Fassbender/dpa
von Agentur DPAProfil

Dortmund. In seinem Schmollwinkel muss Ousmane Dembélé weiter Kritik von vielen Seiten über sich ergehen lassen - und sein erhoffter Transfer zu Wunschverein FC Barcelona ist immer noch in weiter Ferne. "Barcelona ist dem Wunsch, Dembélés Transfer zu realisieren, bisher keinen Millimeter näher gekommen", sagte Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Dembélés derzeitigem Verein Borussia Dortmund, am Donnerstag dem "Kicker".

Zuvor hatte Barça-Manager Pep Segura erklärt, die Katalanen stünden dicht vor einer Verpflichtung des Franzosen. "Wir sind nah dran, sowohl Coutinho als auch Dembélé zu verpflichten", hatte Segura nach der 0:2-Niederlage bei Real Madrid im Rückspiel um den spanischen Supercup gesagt. "Was er erzählt, kann ich mir nicht erklären", entgegnete Watzke. "Und wenn, dann höchstens dadurch, dass Real Madrid seine Mannschaft in den Supercup-Spielen schwindelig gespielt hat." Nach Angaben des "Kicker" hat es seit neun Tagen keinen Kontakt zwischen beiden Vereinen gegeben.

Barça will den 20 Jahre alten Franzosen und Liverpools Philippe Coutinho als Ersatz für den für die Rekordablöse von 222 Millionen Euro zu Paris Saint-Germain gewechselten Neymar. Eine Rückkehr Dembélés in die Reihen des BVB ist derzeit schwer vorstellbar, zumal auch die Dortmunder Kollegen von ihm abrücken. So kritisierte Abwehrchef Sokratis im "Kicker"-Interview das Verhalten des Offensivspielers, der nach unentschuldigtem Fehlen beim Training derzeit suspendiert ist und den Kontakt vermeidet.

"Er kann nicht einfach machen, was er will", sagte der Grieche Sokratis. "Ousmane hat sich keinen Gefallen getan, in einen Streik zu treten. Wir brauchen Spieler, die sich nicht ausgrenzen und Teil unserer Familie sein wollen. Ousmane will das offenbar nicht."

Trainer Peter Bosz stimmte Sokratis zu: "Papa hat das gut gesagt. Was Ous gemacht hat, ist nicht gut, aber er ist ein guter Junge." Bosz gab auch zu, dass die Diskussionen die Vorbereitung auf das erste Saisonspiel am Samstag in Wolfsburg erschwerten.

Die Spielergewerkschaft VDV verurteilte Dembélés Vorgehen ebenfalls, warb aber auch um Nachsicht. Geschäftsführer Ulf Baranowsky sagte: "Man muss bedenken, dass wir es mit einem sehr jungen Spieler zu tun haben. Oftmals sind diese nur ein Spielball von Beratern, Vermittlern und Clubs. Sie befinden sich im Spinnennetz wirtschaftlicher Interessen."

Was er erzählt, kann ich mir nicht erklären. Und wenn, dann höchstens dadurch, dass Real Madrid seine Mannschaft in den Supercup-Spielen schwindelig gespielt hat."Aki" Watzke über Barcelonas Manager Pep Segura
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp