13.02.2018 - 22:48 Uhr
Deutschland & Welt

Zinedine Zidane und Unai Emery bangen vor Real gegen Paris um ihre Jobs Duell der Wackel-Trainer

Madrid/Paris. Weltmeister Toni Kroos spricht aus, was Millionen Fußball-Fans dieser Tage nicht nur in Europa, sondern weltweit denken: "Ich freue mich sehr auf diese Spiele", sagte der deutsche Mittelfeldregisseur von Real Madrid vor dem ersten Champions-League-Achtelfinal-Schlager am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky und ZDF) gegen Paris Saint-Germain - und gegen seine Nationalmannschaftskollegen Julian Draxler und Kevin Trapp. Doch nicht alle können sich vor dem Hinspiel richtig ausgelassen freuen. Für die Trainer der beiden Teams, den Franzosen Zinedine Zidane und den spanischen PSG-Coach Unai Emery steht beim Duell der fürstlich entlohnte Job auf dem Spiel. "Meine Zukunft ist mir völlig egal, ich denke jetzt nur an die beiden Spiele gegen Paris", beteuerte Zidane am Dienstag. Er und seine Schützlinge spürten "keinen besonderen Druck".

Wer verliert, fliegt: Für Paris' Unai Emery (links) und Real-Coach Zinedine Zidane geht es im direkten Duell im Champions-League-Achtelfinale auch um den Job. Bild: Balk/White/dpa
von Agentur DPAProfil

Er persönlich müsse "nichts mehr beweisen". Fast alle spanischen Medienbeobachter sind indes davon überzeugt, dass "Zizou" bei einem Aus gegen PSG auch nach zwei Königsklassen-Triumphen in Serie wird gehen müssen.

Eine Saison ohne wichtige Titel wird bei Real, das in der Primera División keine realistischen Chancen auf die Titelverteidigung mehr hat und im Pokal nicht mehr dabei ist, kaum verziehen. Das weiß auch Zidane: "Ja, das ist klar, superklar", hatte der 45-Jährige nach dem Pokal-Aus gegen Außenseiter Leganés die Frage beantwortet, ob es nun für ihn in der Champions-League um Alles oder Nichts gehe. Club-Boss Florentino Pérez hat einen Nachfolger-Wunsch: DFB-Coach Jogi Löw.

Anders als Zidane wird Emery diese Saison mit Sicherheit wichtige Erfolge erringen: Den Ligue-1-Titel hat man bei zwölf Punkten Vorsprung auf Verfolger AS Monaco praktisch in der Tasche. Für die Ölscheichs aus Katar, die an der Seine seit 2011 das Sagen haben, zählt aber nur der langersehnte Gewinn der Champions-League. Für den Coach, der vor seinem Wechsel nach Paris im Sommer 2016 den FC Sevilla drei Mal in Folge zum Gewinn der Europa-League führte, stehe deshalb gegen Madrid "die Zukunft auf dem Spiel", meint in Frankreich nicht nur der Radiosender "RMC". Der Vertrag des 46-Jährigen läuft aus, auch spanische Medien schreiben, bei einem Ausscheiden gegen den Club aus seinem Heimatland würde Emery wohl sofort vor die Tür gesetzt werden.

Der Katarer habe nach bald einem Jahr die Achtelfinale-Blamage vom März 2017 immer noch nicht verdaut, hieß es. Damals verpasste PSG gegen Barcelona auch nach einem 4:0-Sieg im Hinspiel den Einzug ins Viertelfinale. 1:6 ging man im Camp Nou unter. Damals spielte ein gewisser da Silva Santos für Barça. Der Brasilianer, auch als Neymar Júnior bekannt, kickt inzwischen für PSG. "L'Équipe" bezeichnete das Duell des 26-Jährigen gegen Madrids Weltfußballer Cristiano Ronaldo (33) auch als "Zusammenstoß der Giganten".

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.