12.02.2018 - 22:34 Uhr
Deutschland & Welt

Zweitligist VfL Bochum präsentiert Robin Dutt als neuen Trainer Nummer vier soll Liga drei verhindern

Bochum. Der Nächste, bitte. Der VfL Bochum leistet sich mit Robin Dutt den bereits vierten Cheftrainer in dieser Saison. Am Ende der jüngsten Chaostage waren alle Beteiligten um ein harmonisches Bild bemüht. Die aufmunternden Worte des 53 Jahre alten Routiniers bei seiner Vorstellung schürten beim wankenden Zweitligisten neue Hoffnung auf mehr Frieden: "Wir wollen versuchen, eine gewisse Aufbruchstimmung zu erzeugen. Ich bin sehr, sehr guter Dinge", sagte Dutt. En passant fügte er am Rosenmontag an: "Wir müssen uns wieder mehr auf das Sportliche als auf Schlagzeilen konzentrieren."

Robin Dutt soll den VfL Bochum vor dem Absturz in die Drittklassigkeit bewahren. Bild: Guido Kirchner/dpa
von Agentur DPAProfil

Nur wenige Tage nach der krachenden Trennung von Sportvorstand Christian Hochstätter und Trainer Jens Rasiejewski am vergangenen Mittwoch ging die Suche nach einem neuen Hoffnungsträger zu Ende. Der ehemalige Coach der Bundesligisten Freiburg, Leverkusen und Bremen sowie einstige DFB-Sportdirektor und Sportvorstand beim VfB Stuttgart kam dem Anforderungsprofil des Tabellen-14. am nächsten. "Wir sind sehr froh, dass wir einen so erfahrenen Mann in dieser schwierigen Situation für den VfL gewinnen konnten. Robin Dutt ist ein absoluter Teamplayer, diesen Charakterzug brauchen wir hier", kommentierte VfL-Sportvorstand Sebastian Schindzielorz.

Neben der sportlichen Erfahrung sprach das diplomatische Geschick für Dutt, der einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019 erhielt. "Ich glaube, dass er die verschiedenen Gruppen im Verein wieder zusammenführen kann", sagte Schindzielorz mit Verweis auf die zahlreichen clubinternen Auseinandersetzungen in den vergangenen Monaten.

Nach dem bereits vor dem Saisonstart beurlaubten Gertjan Verbeek sowie den glücklosen Ismail Atalan und Jens Rasiejewski setzen die Bochumer nun auf mehr Erfahrung. Die Entscheidung zugunsten von Dutt kam aber selbst für Insider überraschend. Zuvor waren eher Kandidaten wie André Schubert, Mirko Slomka, Ewald Lienen oder Benno Möhlmann gehandelt worden.

Sein Debüt beim nur drei Punkte vom Abstiegs-Relegationsplatz entfernten VfL gibt Dutt am Freitag im Spiel beim 1. FC Heidenheim. Heiko Butscher, der die Mannschaft beim 2:1 gegen Darmstadt 98 interimsweise betreut und die Trainerfähigkeiten seines neuen Chefs bereits als Profi in Freiburg schätzen gelernt hatte, wird ihm in Zukunft assistieren.

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