21.02.2018 - 06:32 Uhr
Deutschland & Welt

Olympische Winterspiele 2018 Rebensburg ohne Medaille - Schwere Stürze bei Skicrossern

Viktoria Rebensburg bleibt in Pyeongchang - ihren wohl letzten Olympischen Spielen -  ohne Medaille, und auch Lindsey Vonn verpasst das eingeplante Abfahrts-Gold. Für die drei deutschen Skicrosser reichte es zudem nur für das Achtelfinale. Um 12.40 Uhr kämpfen dann die Frauen im Zweierbob um eine Medaille.

Für Skicrosser Florian Wilmsmann reichte es nicht für eine Medaille. Bild: Angelika Warmuth/dpa
von Agentur DPAProfil

Pyeongchang. Viktoria Rebensburg ist in ihrem letzten Olympia-Rennen bei den Winterspielen von Pyeongchang mit deutlichem Rückstand ohne Medaille geblieben. Die Skirennfahrerin aus Kreuth kam beim Abfahrtssieg der Italienerin Sofia Goggia am Mittwoch auf Platz neun. Rebensburg fehlten 0,95 Sekunden auf Superstar Lindsey Vonn, die Bronze holte. Damit verpasste die Amerikanerin ihr zweites Abfahrtsgold nach 2010 und weinte im Zielbereich immer wieder. Die 25 Jahre alte Goggia setzte sich knapp vor der Überraschungszweiten Ragnhild Mowinckel aus Norwegen durch und triumphierte als erste italienische Abfahrts-Olympiasiegerin.

Als zweite deutsche Starterin zeigte Kira Weidle eine ordentliche Leistung und wurde Elfte. Damit hat das deutschen Alpin-Team in Südkorea weiter kein Edelmetall geholt.
Schon in ihrer Paradedisziplin Riesenslalom als Vierte und im Super-G auf Rang zehn hatte es für Rebensburg nicht zu einer Medaille gereicht. In Südkorea hatte die 28-jährige Riesenslalom-Olympiasiegerin von 2010 angekündigt, dass sie bei den Winterspielen in Peking 2022 nicht mehr an den Start gehen will. "Das hat sich nicht verändert", sagte Rebensburg nach dem Rennen im ZDF. "Man soll niemals nie sagen. Aber so, wie jetzt aktuell mein Gefühl ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass ich in vier Jahren noch aktiv skifahre."

Für Vonn bleibt es damit neben Abfahrts-Bronze in Pyeongchang beim Olympiasieg und Super-G-Bronze vor acht Jahren in Vancouver. Insgesamt war die Schussfahrt in Südkorea das 13. Rennen in Vonns olympischer Karriere, die neben zwei Höhepunkten auch Rückschläge prägen. 2014 in Sotschi musste sie verletzt verzichten, beim Super-G in Pyeongchang am Samstag verschenkte sie Edelmetall und womöglich Gold durch einen schweren Fehler kurz vor Schluss. Ans Aufhören denkt Vonn aber nicht, sie will vor ihrer Ski-Rente unbedingt noch Ingemar Stenmarks Siegrekord im Weltcup brechen. Zu den 86 Erfolgen des Schweden fehlen Vonn nur noch fünf.

Deutsche Skicrosser im Olympia-Achtelfinale raus - Schwere Stürze

Für die drei deutschen Skicrosser reichte es in der Nacht auf Mittwoch dagegen nur  bis zum Achtelfinale. Der zum erweiterten Kreis der Medaillenanwärter zählende Paul Eckert scheiterte am Mittwoch ebenso bereits in der ersten K.o.-Runde wie Tim Hronek und Florian Wilmsmann. Eckert wurde nur Dritter seines Laufs. Der 27-Jährige hatte bei der Olympia-Generalprobe im kanadischen Nakiska seinen ersten Weltcup-Sieg gefeiert.

Auch Tim Hronek schied als Dritter aus, Florian Wilmsmann wurde nur Vierter und damit Letzter. "Das ist jetzt bitter, aber es ist manchmal schnell vorbei", sagte Hronek im ZDF. Jeweils die besten zwei Skicrosser eines Laufs ziehen in die nächste Runde ein. Auch Weltmeister Victor Öhling Norberg aus Schweden schied aus.

Der Franzose Terence Tchiknavorian, der Österreicher Christoph Wahrstötter und der Kanadier Christopher Delbosco stürzten jeweils schwer und musste von Sanitätern von der Strecke gebracht werden. Tchiknavorian und Delbosco verloren bei Sprüngen in der Luft jeweils die Kontrolle und knallten anschließend heftig in den Schnee.

Deutsche Gold-Chance: Zweierbob der Frauen

Nach der vergangen Nacht liegt Norwegen liegt mit elf Goldmedaillen weiter in Führung, gleichauf mit Deutschland. Team D hat am Mittwoch die Chance auf das zwölfte Gold: Im Zweierbob liegen gleich zwei deutsche Frauen-Teams zur Halbzeit auf den Medaillen-Rängen (12. 40 Uhr MEZ). Zudem kämpft die Eishockey-Auswahl im Viertelfinale ( 13.10 Uhr MEZ) gegen Schweden um den größten Erfolg seit 42 Jahren. Um 9 Uhr MEZ starten außerdem die Langläufer zum Teamsprint.

Die Eisschnellläuferinnen hingegen haben in der Teamverfolgung (12 Uhr MEZ) die Medaillenränge schon verpasst. Für die fast 46 Jahre alte Claudia Pechstein geht es nur noch um Platz fünf. Die fünfmalige Olympiasiegerin hatte zusammen mit Roxanne Dufter und Gabi Hirschbichler das Halbfinale verpasst. Deutsche Eisschnelllauf-Männer sind erst gar nicht am Start.

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