Super-G
Snowboard-Star Ledecka gewinnt Sensationsgold

Ester Ledecka aus Tschechien in Aktion. (Foto: Luca Bruno/AP/dpa)
Sport
Deutschland und die Welt
17.02.2018
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Damit hätte niemand gerechnet: Snowboard-Star Ester Ledecka aus Tschechien schockt die Alpin-Szene und sichert sich sensationell Gold im Super-G. Die deutsche Skirennfahrerin Viktoria Rebensburg liegt deutlich hinter den Medaillenrängen.

Pyeongchang. Snowboard-Star Ester Ledecka aus Tschechien hat sensationell die olympische Goldmedaille im alpinen Super-G gewonnen. Die 22-Jährige triumphierte am Samstag mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung vor der Österreicherin Anna Veith und Tina Weirather aus Liechtenstein. Skirennfahrerin Viktoria Rebensburg aus Kreuth wurde mit vier Zehntelsekunden Rückstand auf Bronze Zehnte. Ledecka hatte bislang im alpinen Ski-Weltcup Rang sieben als bestes Resultat eingefahren und besitzt in Pyeongchang auch im Parallel-Riesenslalom mit dem Snowboard noch beste Chance auf einen Olympiasieg.

US-Star Lindsey Vonn verpasste die Medaillenränge und wurde Sechste. Als zweite deutsche Starterin schied Kira Weidle aus.

Schockiert stand die zweimalige Snowboard-Weltmeisterin Ledecka im Zielraum und konnte ihr Glück selbst kaum fassen. Niemand hätte mit dieser furiosen Fahrt gerechnet, selbst IOC-Präsident Thomas Bach hatte Veith in der Box der Führenden schon gratuliert. "Es ist richtig cool, sie hat es richtig gut runtergezogen", sagte Rebensburg in der ARD. "Für eine Snowboarderin ist es eine richtig schnelle Fahrt gewesen. Das sind Geschichten, die Olympia schreibt."

Nach ihrer eigenen Zieldurchfahrt legte Rebensburg die Zunge an die Oberlippe und warf enttäuscht den Kopf in den Nacken. Mit einer ungewöhnlichen Linie im unteren Streckenabschnitt vergab die 28-Jährige eine mögliche bessere Platzierung, die Medaillenränge waren für sie aber nicht zu erreichen. Damit warten die deutschen Alpinen weiter auf das erste Edelmetall in Südkorea, Rebensburg war in ihrer Paradedisziplin Riesenslalom Vierte geworden.

Durch Ledeckas Coup wurde es auch nichts für Österreich mit dem dritten alpinen Pyeongchang-Gold nach Marcel Hirscher (Alpine Kombination) und Matthias Mayer (Super-G). Nach langen Verletzungsproblemen sicherte sich Sotschi-Olympiasiegerin Veith zumindest noch Silber. Weirather und der viertplatzierten Lara Gut blieb jeweils ihr erster großer Titel verwehrt.

US-Star Vonn leistete sich mit der ungünstigen Startnummer eins einen groben Patzer im unteren Teil und fuhr weit ab von der Ideallinie durch den tieferen Schnee. Am Mittwoch bietet sich in der Abfahrt für die Amerikanerin wie auch für Rebensburg die nächste Chance.


NorovirusDie Verbreitung des Norovirus beschäftigt weiter die Organisatoren der Olympischen Winterspiele. Die Zahl der Menschen, die sich mit dem Virus infiziert hätten, sei auf 261 gestiegen, teilte das Organisationskomitee am Samstag mit. 16 neue Fälle seien am Freitag hinzugekommen. 44 Betroffene sind noch in Quarantäne.

Zwei in den vergangenen Tagen befallene Schweizer Freestyler zeigten schon am Freitag keine Krankheitssymptome mehr. Slopestyle-Goldkandidat Fabian Bösch und Elias Ambühl waren nicht im olympischen Dorf, sondern in der Außenstation Bokwang untergebracht, wurden in Einzelzimmer verlegt und ärztlich behandelt.
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