2016: Fatales Jahr für Elefanten

Während die Elefanten im Zoo in Berlin ausrangierte Weihnachtsbäume als Delikatesse und Spielzeug serviert bekommen, sind ihre Verwandten in freier Wildbahn weiterhin stark bedroht. Bild: Maurizio Gambarini/dpa

Hamburg. (dpa/epd) Immer mehr Länder schränken den Handel mit Elfenbein ein. Noch aber sind die illegal gewilderten Mengen auf den Märkten gewaltig, wie eine Hochrechnung zeigt. Mehr als 21,5 Tonnen illegales Elfenbein sind 2016 weltweit beschlagnahmt worden. Mit mehr als 1,2 Tonnen wurde eine der größten Mengen überraschend in Deutschland entdeckt, teilte der International Fund for Animal Welfare (IFAW) am Dienstag in Hamburg mit. Hinzu kamen 949 Stoßzähne und über 3 000 Einzelstücke und Schnitzereien. In 17 Fällen wurden demnach mehr als 500 Kilogramm festgehalten, was auf organisiertes Verbrechen hinweise. Solch hohe Mengen wurden auch in Vietnam, Malaysia, Uganda, Tansania und im Sudan sowie in Spanien und Österreich sichergestellt. Das sei aber nur die Spitze des Eisbergs, da nur ein kleiner Teil des illegalen Elfenbeins auf dem Markt abgefangen werde, teilte der Leiter der IFAW-Wildtierhandelskampagne, Robert Kless, mit. "Es vergeht praktisch kein Tag, an dem nicht Dutzende von Elefanten von Wilderern getötet werden.". 2016 sei "ein fatales Jahr für Elefanten" gewesen. Kless hält die kommenden fünf Jahre für den Fortbestand von Elefanten weltweit für entscheidend.

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