15.06.2017 - 20:00 Uhr
Deutschland & Welt

29-Jähriger für monatelangen Missbrauch an zweijähriger Tochter verurteilt Knapp elf Jahre Haft für Vater

Lübeck. Weil er seine zweijährige Tochter über Monate vergewaltigt, gequält und dabei gefilmt haben soll, ist ein Vater zu zehn Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Zudem ordnete das Lübecker Landgericht am Donnerstag die Unterbringung des 29-Jährigen in der geschlossenen Psychiatrie an. Bei einem 47 Jahre alten Mittäter verhängte die Strafkammer zehn Jahre Gefängnis. Beide Männer hatten zugegeben, das vor Angst und Schmerzen schreiende Kind vergewaltigt und geknebelt zu haben. Die Misshandlungen der Kleinen hatten die Angeklagten auf Video aufgezeichnet. Bilder davon hatten sie demnach live in einem Chat verbreitet. "Mag es, wenn sie leidet", soll der Vater geschrieben haben.

von Agentur DPAProfil

Das Martyrium des Mädchens endete erst Anfang November 2016, als einer der Chatpartner schockiert die Behörden informierte. Drei Tage später wurde der Vater festgenommen. Gegen etwa 50 Männer, die den Missbrauch des Mädchens im Internet verfolgt haben sollen, wird gesondert ermittelt. Mit dem Urteil blieb die Strafkammer unter dem Antrag der Staatsanwältin, die für den Vater 13, für den Mittäter elf Jahre gefordert hatte. Das Kind sei schwer traumatisiert und wie die Mutter in therapeutischer Behandlung.

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