22.08.2017 - 17:16 Uhr
Deutschland & Welt

Angeklagter schweigt zum Prozessauftakt Mord und Spanien

Passau. Mit einem Küchenmesser soll ein 23-Jähriger aus Niederbayern im vergangenen Herbst seine Freundin grausam zugerichtet, getötet und die Leiche in einem Plastiksack versteckt haben. Beim Auftakt des Mordprozesses vor dem Landgericht Passau hat der Angeklagte am Dienstag geschwiegen.

von Agentur DPAProfil

Die brutale Tat im niederbayerischen Freyung und die Flucht des Tatverdächtigen nach Spanien hat Polizei und Bevölkerung im vergangenen Jahr in Atem gehalten: Schon bald nachdem die Mutter der jungen Frau deren Leiche in einem Plastiksack gefunden hatte, gab es Hinweise, dass sich der mutmaßliche Mörder mit dem kleinen Sohn im Ausland aufhalten könnte. Schließlich verschickte der Mann ein Foto von sich mit dem Kind auf dem Arm an Menschen aus seinem Umfeld - und die dreiste Botschaft: Er werde sich stellen, wolle jedoch zuvor noch einige Tage Urlaub machen. Die Fahnder ließen den jungen Mann derweil mit internationalem Haftbefehl suchen.

Eine Woche nach der Entdeckung der Toten klickten in Spanien schließlich die Handschellen. Eine Spezialeinheit der Polizei nahm den Mann in einer Ferienwohnung im Küstenort Lloret de Mar fest. Der damals 18 Monate alte Sohn war wohlauf. Auf den linken Oberarm hatte sich sein Vater inzwischen den Namen und das Geburtsdatum des Opfers, das mutmaßliche Datum der Ermordung am 27.10.2016 sowie "Gracias por todo" ("Danke für alles") tätowieren lassen. Am 1. Dezember wurde er nach Deutschland ausgeliefert. Seitdem sitzt er in U-Haft.

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