Angemerkt zur Echo-Verleihung
Kein Reim

Im deutschen Hip-Hop wurden die Grenzen des guten Geschmacks schon vor mehr als 20 Jahren von Moses Pelham und Co. ausgetestet, lange vor Farid Bang und Kollegah. Neu ist die ganze Aufregung also nicht. Und doch ist diesmal alles anders.

Darf Auschwitz in einem (provokanten) Liedtext vorkommen? Natürlich. Darf gerade im Hip-Hop die Sprache auch geschmacklos sein? Ja, natürlich auch das. Erbärmlich, billig und unerträglich ist es jedoch, wenn ein aufgeblasener Narzisst das Leid von KZ-Insassen textlich lediglich dafür missbraucht, um zu beschreiben, wie unglaublich gut trainiert sein eigener Körper ist. Wenn das Kunst sein soll, ist es eine schwache, armselige Kunst.
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