Auch Tiere tun es: Wale erlernen neue Jagd-Methode
Abschauen lohnt sich

Manche Buckelwale schlagen mit der Schwanzflosse auf die Wasseroberfläche, um Fische zusammenzutreiben. Diese Flosse heißt übrigens auch "Fluke". Bild: dpa

In der Schule ist Abschauen verboten, schon klar. Aber man kann beim Abgucken auch etwas lernen! Das haben Wissenschaftler jetzt bei Buckelwalen herausgefunden. Die riesigen Meeressäuger gucken nämlich von anderen ab, wie man am besten Fische fängt.

Normalerweise tauchen Buckelwale zum Jagen in die Tiefe ab und blubbern dann Luftblasen aus.

Verwirrte Fische

Das verwirrt die Fische, die in der Nähe herumschwimmen. Sie sammeln sich zu einem großen Schwarm - und die Wale können bequem fressen.

Forscher beobachteten nun vor mehr als 20 Jahren, dass ein Buckelwal anfing, nicht nur Luftblasen zu blubbern. Er schlug vorher auch noch mit seiner Schwanzflosse kräftig auf die Wasseroberfläche. Aber warum tat er das?

Aale als neue Beute

Des Rätsels Lösung: Es gab nicht mehr so viele Heringe wie früher im Meer. Diese Fische sind eine Lieblingsspeise der Buckelwale. Deswegen mussten die Wale nun Sand-Aale jagen. Diese waren jedoch vom Blubbern der Wale nicht so richtig beeindruckt. Erst durch das Schlagen mit der Schwanzflosse ließen die Aale sich zusammentreiben wie Heringe!

Mittlerweile jagen ganz viele Buckelwale in der Region mit dieser "modernen" Schlagtechnik. Sie hatten einfach abgeguckt und gemerkt, dass das gut funktioniert. (dpa)
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