29.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Auf der Isolierstation herrschen besonders strenge Regeln für alle Ärzte im Astronautenlook

Die Menschen sehen aus wie Astronauten. Sie tragen Schutzanzüge, die ihren ganzen Körper bedecken. Ihr Kopf ist von einem Helm umschlossen. Er ist durchsichtig, damit die Menschen etwas sehen können.

von Redaktion OnetzProfil

Diese Menschen waren am Mittwoch in einem Krankenhaus der Stadt Hamburg zu sehen. Es waren aber keine Astronauten, sondern Ärzte und Pfleger, die in einem besonderen Bereich der Klinik arbeiten: auf einer Isolier-Station.

Kein Kontakt

Dieser Bereich ist für Patienten, die sich mit sehr gefährlichen Krankheiten angesteckt haben, wie zum Beispiel Ebola. Das Wort isoliert bedeutet so viel wie keinen Kontakt haben. Denn genau das sollen die Patienten auf einer Isolier-Station nicht haben: Kontakt mit anderen Menschen. Niemand soll sich bei ihnen anstecken. "Eine Isolier-Station ist komplett nach außen abgeschlossen, von allen Seiten", erklärt Eduard Stange. Er ist Chefarzt in einer Klinik in Stuttgart, die eine Isolier-Station hat.

Diese Stationen kann man nur durch eine Schleuse betreten. "Die hat zwei Türen: eine zum Zimmer und eine nach außen." Wer auf die Station will, geht durch die erste Tür und schließt sie. Dann zieht man den Schutzanzug an. Und dann geht man durch die zweite Tür. Wer das Zimmer wieder verlässt, stellt sich mit dem Anzug unter eine Dusche. Aus ihr kommt eine Flüssigkeit, die den Anzug keimfrei macht.

Das Zimmer ist aber nicht nur durch die Schleuse abgeschlossen. Es darf auch keine Luft nach außen gelangen. Deswegen herrscht im Zimmer Unterdruck. "Das kann man sich so vorstellen: Im Zimmer ist so etwas wie ein großer Staubsauger", erklärt der Arzt Florian Steiner.

"Die Luft im Zimmer wird angesaugt. Bevor sie nach außen gelangt, kommt sie durch einen Filter. Dabei werden alle Viren rausgefiltert." Fachleute sagen deshalb: Man muss sich keine Sorgen machen, dass ein gefährliches Virus nach außen gelangt. (dpa)

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