14.02.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Babyspielzeug boomt, auch auf der Spielwarenmesse Nürnberg – Trend zu Lizenzprodukten hält an Qualität spielt mit

Die Internationale Spielwarenmesse in Nürnberg meldete auch in diesem Jahr neue Rekorde. Mehr als eine Million ausgestellte Spielzeuge und 76.000 Fachbesucher aus 112 Ländern bedeuten ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zu den mehr als 2.700 Ausstellern aus aller Welt zählten auch einige renommierte Unternehmen aus der Oberpfalz. Culto aus Thumsenreuth stellte die aktuellen Modelle seiner Kuschelkissen-Linie Flausy vor, Trendhaus, das in Sengenthal beheimatet ist, präsentierte das neue Sortiment an Knautschbällen namens Funkys. Bei Slackstar aus Neumarkt konnte man hingegen direkt am Stand beweisen, wie groß das Geschick im Balancieren auf dem Gummiband ist.

von Angela BuchfelderProfil

Eine größere Rolle als bisher spielten dieses Jahr in Nürnberg Spielwaren für die ganz Kleinen. Seit Jahren wächst die Nachfrage nach Produkten rund um Baby- und Kleinkindspielzeug, trotz sinkender Geburtenraten. Mehr als 12.000 qm Ausstellungsfläche standen nun der Produktgruppe „Baby- und Kleinkindartikel" zur Verfügung. Zum Abschluss der sechstägigen Veranstaltung zeigte sich der Geschäftsführer der Spielwarenmesse, Ernst Kick, zufrieden über die Veränderungen in der Präsentation: „Gerade die Erweiterung im Baby- und Kleinkindbereich und die Umstrukturierung in den Produktsegmenten stießen auf ausgezeichnete Resonanz von allen Seiten." Daher werde die Messe im kommenden Jahr diesen Bereich weiter ausbauen.

Eltern sind Qualität der Spielwaren und die Förderung der Kleinen wichtig
Eine Erfahrung der Fachhändler ist, dass Eltern, Verwandte und Freunde immer stärker auf die Qualität der Spielwaren achten. Daher ist das Interesse für Markenprodukte bei Baby- und Kleinkinderspielwaren besonders hoch. Starke Marken stehen für fortlaufend hohe Standards bei Verarbeitung und Sicherheit. Auch ökologische Standards und die Unbedenklichkeit der enthaltenen Stoffe sind den Verbrauchern immer wichtiger. Dementsprechend verärgert reagierte der Deutsche Verband der Spielwarenindustrie (DVSI), als die Stiftung Warentest im vergangenen Jahr viele Holzspielzeuge aufgrund gesundheitsgefährdender Weichmacher negativ testete. Der DVSI sah die Branche kurz vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft in Misskredit gebracht.

Neben guten materiellen Eigenschaften achten Eltern mindestens genauso stark darauf, ob die ausgesuchten Spielwaren auch die motorischen und kognitiven Fähigkeiten ihrer Kleinen fördern. Während das Spielzeug für die Allerkleinsten zum Gebrauch von Händen und Fingern animieren soll, müssen Produkte für größere Babys schon vielfältiger die Sinne ansprechen. Die Hersteller reagieren auf diese Anforderungen, indem die Spielzeuge nicht nur unterschiedliche haptische Erfahrungen, sondern auch Licht- und Geräuscheffekte bieten. Altersstufen werden mittlerweile im Halb-Jahres-Abstand unterschieden, um jedem Kind das geeignete Spielzeug anbieten zu können: Greiflinge für Neugeborene, Steckspiele zum Wahrnehmungstraining ab sechs Monaten oder musikalische Frühförderung für Kinder ab einem Jahr.

Lizenzprodukte für Hersteller und Handel ein Gewinn
Am Thema Lizenzprodukte kam die Spielwarenmesse ebenfalls nicht vorbei. Immer mehr Spielzeug-Hersteller versuchen, von der Bekanntheit der lizensierten Marken zu profitieren. Für die Neustädter von Trendhaus gehören beispielsweise die vielen Artikel rund um die „Hello Kitty"-Marke seit Jahren zum erfolgreichen Kernsortiment. Auch der Fachhandel reagiert auf diese Entwicklung. Einzelhändler wecken die Aufmerksamkeit der Kunden mit Aufstellern oder einer großflächigen Regal-Präsentation. Der Online-Versandhandel ist beim Thema Vermarktung von lizenziertem Baby- und Kinderspielzeug ebenfalls sehr einfallsreich. So kombiniert Baby-Walz sein Spielwaren-Angebot mit eigenen Themenseiten für Star Wars, Prinzessin Lillifee & Co. In Zukunft werden wohl neue Marken hinzukommen müssen. Zu den Top-3 im diesjährigen Lizenzgeschäft zählte die Spielwarenmesse für den deutschen Markt nicht die bekannten Namen, sondern die Teenage Mutant Ninja Turtels, die Looney Tunes und Mike den Ritter.

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