21.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Den Bürgerwillen missachtet

von Redaktion OnetzProfil

Ein 18 Jahre alter AZ-Leser äußert sich zum Fall der Winterlinde in Großschönbrunn:

"Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf." Nur muss in der Marktgemeinde Freihung niemand erst einschlafen, denn demokratische Prozesse werden hier scheinbar systematisch vom Marktgemeinderat und seinen Vorsitzenden ignoriert und sabotiert. So wurde auch der eindeutige Bürgerwille, besagte Winterlinde nicht zu fällen, sondern fachgerecht zuzuschneiden, untergraben, indem die Linde nur kurz nach Einreichen einer Bürgerpetition gefällt wurde.

Dies verschafft einen klaren Einblick in das Werteverständnis unserer Kommunalpolitiker, die, wie es scheint, keinerlei Interesse am Willen des Bürgers/Wählers haben, der sie ja schließlich auch noch gewählt hat. Dies wird auch am Beispiel des zweiten Bürgermeisters Herrn Klier deutlich, dessen Stellungnahme zu der Fällung die Frage war, ob er das Schreiben von Frau Bauer beantworten müsse.

Des Weiteren ist das offensichtlich mangelnde Verständnis für kulturelles Erbe zu bemängeln, welches die Marktgemeinde an den Tag legt, da einerseits ein circa 140 Jahre alter Baum gefällt wird, der auch hätte erhalten werden können, wenn andererseits im Falle einer von einem Sattelzug angefahrenen Linde im Landkreis von einem Schaden in Höhe von über 1000 Euro gesprochen wird. Dies soll als Denkanstoß dienen, auch einmal die (In)Kompetenz unserer gewählten Volksvertreter zu hinterfragen und im Bedarfsfall bei der nächsten Kommunalwahl darauf zu reagieren.

Ludwig Hagelstein, Freihung

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