24.11.2017 - 20:00 Uhr
Deutschland & Welt

Der Sternenhimmel im Dezember 2017 Schnuppenschauer

Der Dezember ist kein schlechter Monat zum Sterne beobachten - immerhin hat er die längste Nacht des Jahres zu bieten. Der Monat bringt helle Sterne und die Sternschnuppenströme der Geminiden und Ursiden.

von Agentur DPAProfil

Der Abendhimmel ist im Dezember leer gefegt von hellen Planeten. Zumindest aber bietet der Fixsternhimmel eine Reihe heller Sterne. Gegen 22 Uhr ist zur Monatsmitte das Wintersechseck bereits vollständig aufgegangen. Es setzt sich aus den hellen Sternen Kapella im Fuhrmann, Aldebaran im Stier, Rigel im Orion, Sirius im Großen Hund und Prokyon im Kleinen Hund sowie Pollux in den Zwillingen zusammen. Hinzu kommen noch zwei weitere helle Sterne: Beteigeuze im Orion und Kastor in den Zwillingen. Anfang Dezember muss man noch eine Stunde auf Sirius warten.

Kapella bildet die Spitze des Wintersechsecks. Sie steht im Winter abends steil über unseren Köpfen. Ebenfalls hoch im Südosten strahlt der orange-rote Aldebaran, Hauptstern im Stier. Er steht vor einer ganzen Gruppe von Sternen, den Hyaden. Sie werden auch als Regengestirn bezeichnet. Als zweiter Sternhaufen im Stier sind die Plejaden zu nennen. Sie stellen die sieben Töchter des Atlas und der Plejone dar. Rund 400 Lichtjahre trennen uns von den Plejaden-Sternen, von denen nur die hellsten, heißesten und bläulich leuchtenden mit bloßem Auge zu sehen sind. Im Fernglas sieht man Dutzende funkelnde Lichtpünktchen in den Plejaden - ein beeindruckendes Himmelsobjekt. Im Südosten flackert in bläulich-weißem Licht Sirius. Er ist der weitaus hellste Stern am Nachthimmel. Tief im Nordosten stößt man auf den Großen Wagen. Am Westhimmel steht noch das Herbstviereck, das Pegasusquadrat.

___ Mars am Morgen
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Mars ist am Morgenhimmel zu sehen. Im letzten Monatsdrittel wechselt er aus dem Sternbild Jungfrau in das der Waage. Auch Jupiter kann am Morgenhimmel gesehen werden. Beide Planeten sind über dem Südosthorizont zu erspähen. Während Mars rötlich erscheint, leuchtet der Riesenplanet in weißem Licht. Zudem ist Jupiter zurzeit wesentlich heller als Mars. Am 14. Dezember sieht man die abnehmende Mondsichel zwischen Mars und Jupiter.

Merkur ist mit bloßem Auge lediglich vom 28. Dezember bis Silvester in der beginnenden Morgendämmerung auszumachen. Saturn wird von der Sonne am 21. im Sternbild Schütze überholt. Der Ringplanet steht mit ihr am Taghimmel und bleibt nachts unbeobachtbar. Venus hat sich vom Morgenhimmel zurückgezogen - zu Jahresende geht sie fast gleichzeitig mit der Sonne auf und ist nachts ebenfalls nicht zu sehen.

___ Die längste Nacht
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Vom 5. bis 15. Dezember machen sich die Sternschnuppen der Geminiden bemerkbar. Sie scheinen dem Sternbild Zwillinge zu entströmen und schießen in alle Richtungen. Ihre größte Aktivität entfalten sie in der Nacht vom 12. auf 13. Dezember. Stündlich bis zu 120 Meteore, darunter auch recht helle Objekte, sind dann zu erwarten. Die günstigste Beobachtungszeit sind die Stunden um Mitternacht. Vom 15. bis 24. Dezember flammen die Ursiden auf. Sie sind die ganze Nacht über beobachtbar. Ihr Ausstrahlungspunkt liegt im Sternbild Kleiner Bär. Ihr Maximum erreichen die Ursiden in der Nacht vom 20. auf 21., wobei mit zehn Meteoren pro Stunde zu rechnen ist.

Am 3. Dezember wird um 16.47 Uhr die Vollmondphase erreicht - mit der größten Vollmondscheibe des Jahres. Neumond tritt am 18. um 7.30 Uhr ein. Die Sonne wandert durch den Schlangenträger und wechselt am 18. um 7 Uhr in das Sternbild Schütze. Am 21. erreicht sie um 17.28 Uhr den tiefsten Punkt ihrer Jahresbahn, die Wintersonnenwende tritt ein. Von da an steigt die Sonne wieder zum Himmelsäquator auf. Die Nacht auf 22. Dezember ist die längste des Jahres.

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