09.01.2016 - 02:00 Uhr
Deutschland & Welt

Der Sternenhimmel im Januar 2016 Glanzlichter am Himmel

Im kalten Januar zeigt sich ein prächtiger Sternenhimmel. Allerdings: Die Nächte werden wieder kürzer.

von Agentur DPAProfil

Alle hellen Planeten schmücken im Januar den Morgenhimmel - inzwischen bereits ohne Merkur. Der sonnennahe, flinke Planet zeigte sich in den ersten Januartagen kurz in der Abenddämmerung tief am Südwesthimmel. Als erster heller Planet erscheint nun Jupiter im Sternbild Löwe eine Stunde vor Mitternacht über dem Osthorizont. Bis Monatsende verfrühen sich die Aufgänge des Riesenplaneten um eine Stunde. Jupiter strahlt weißes Licht aus und ist vor Aufgang der Venus am Morgenhimmel der bei weitem hellste Planet. Sein Glanz übertrifft auch die Fixsterne. Zwei Stunden nach Mitternacht kommt Mars auf die Himmelsbühne. Der Rote Planet steigt im Südosten empor. Kurz nach Monatsmitte wechselt Mars aus dem Sternbild Jungfrau in die Waage.

Orion auf der Pirsch

Venus eröffnet den Jahresreigen als Morgenstern. Gegen halb sechs Uhr morgens steigt sie über den Südosthorizont. Bis Ende Januar verspätet sie ihre Aufgänge auf Viertel nach sechs. Venus übertrifft sogar noch Jupiter und alle Sterne an Glanz. Nur Mond und Sonne sind heller als sie. Saturn taucht ebenfalls am Morgenhimmel auf: Anfang Januar um sechs Uhr tief am Südosthorizont, zu Monatsende fast zwei Stunden früher. Der Ringplanet wandert gemächlich durch das Sternbild Schlangenträger.

Der winterliche Sternenhimmel entfaltet gegen 22 Uhr seine volle Pracht. Der Himmelsjäger Orion passiert halbhoch im Süden die Mittagslinie. Orion ist das Leitsternbild des Winterhimmels. Auffällig leuchten seine hellsten Sterne, der rötliche Schulterstern Beteigeuze und der bläuliche Fußstern Rigel. Zwischen ihnen bilden drei Sterne in einer geraden Linie den Gürtel des Jägers. Dem Orion folgen die beiden Hunde. Im Großen Hund flackert unübersehbar bläulich-weiß Sirius, der hellste Stern am irdischen Himmel. Nur noch die Planeten Venus, Jupiter und gelegentlich Mars leuchten heller als Sirius. Mit knapp neun Lichtjahren Entfernung zählt Sirius zu den Nachbarsternen unserer Sonne. Ein wenig höher stößt man auf Prokyon, Hauptstern des Kleinen Hundes. Hoch am Osthimmel erblickt man die beiden Sternenketten der Zwillinge mit ihren hellen Sternen Kastor und Pollux an den Enden der Ketten. Fast senkrecht über unseren Köpfen steht die helle, gelblich leuchtende Kapella im Fuhrmann. Kapella ist eine Doppelsonne in 42 Lichtjahren Entfernung.

Der Stier hat den Meridian schon durchschritten und steht noch im Westen. Aldebaran, sein Hauptstern, leuchtet orange und steht im Vordergrund des Sternhaufens der Hyaden. Ein wenig nordwestlich davon sieht man das Sternengrüppchen der Plejaden. Plejaden und Hyaden, auch Regengestirn genannt, bilden das Goldene Tor der Ekliptik. Denn zwischen beiden Sternhaufen wandern Sonne, Mond und Planeten hindurch.Die sechs hellen Sterne Aldebaran, Rigel, Sirius, Prokyon, Pollux und Kapella bilden das Wintersechseck.

Am 10. tritt um 2.31 Uhr die Neumondphase ein. Vollmond wird am 24. um 2.46 Uhr im Sternbild Krebs erreicht. In der Nacht von 2. auf 3. Januar erreichte die Erde ihre geringste Distanz von der Sonne. Ihre Entfernung vom Zentralkörper des Sonnensystems betrug zu diesem Zeitpunkt 147 Millionen Kilometer. Diese Strecke legt das Licht in acht Minuten und zehn Sekunden zurück. Anfang Juli, wenn die Erde sich in Sonnenferne aufhält, ist das Sonnenlicht 17 Sekunden länger zu uns unterwegs. Die Sonne hat mit ihrem Aufstieg zum Frühlingspunkt begonnen. Am 20. verlässt sie mittags das Sternbild Schütze und wechselt in das Sternbild Steinbock. Nur drei Stunden später tritt sie in das Tierkreiszeichen Wassermann. Die Tageslänge wächst um eine gute Stunde. Die Mittagshöhe der Sonne nimmt im Januar um knapp sechs Grad zu.

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