12.01.2018 - 22:04 Uhr
Deutschland & Welt

Deutsche Jagdverband fordert Schneisen in Maisfeldern für Wildschweinjagd als Pävention gegen ... Hälfte der Wildschweine töten

Berlin. Wegen der Afrikanischen Schweinepest, die in Polen und Tschechien kursiert und auf Deutschland überzugreifen droht, will der Bauernverband vorsorglichen den Abschuss von 70 Prozent der Wildschweine in Deutschland erlauben. Der Deutsche Jagdverband (DJV) fordert mehr Schneisen, vor allem in Maisfeldern, für höhere Abschusszahlen bei Wildschweinen. 15 bis 20 Meter breite Streifen in Feldern erleichterten die Jagd erheblich, sagte Torsten Reinwald, Sprecher und stellvertretender Geschäftsführer des Verbandes.

von Agentur DPAProfil

Schon bei der Aussaat im Frühjahr sollten Landwirte gezielt Jagdschneisen anlegen. Der Verband appellierte an Jäger, vor allem junge Wildschweine zu erlegen. Diese trügen maßgeblich zur Fortpflanzung bei. "Je weniger Wildschweine pro Fläche leben, desto geringer ist im Ernstfall zumindest über Wildtiere die Ausbreitungsgefahr", erklärte DJV-Präsidiumsmitglied Wolfgang Bethe.

Werner Schwarz, Vizepräsident des Bauernverbandes, sagte der "Rheinischen Post", es müsse auch die Tötung von Muttertieren und Frischlingen erlaubt werden. Agrarminister Christian Schmidt (CSU) stimmte dem zu. "Eine intelligente Reduzierung des Wildschweinbestandes spielt eine zentrale Rolle der Prävention", sagte er. Die Politik sei nun gefragt: Derzeit legten viele Landwirte wegen bürokratischer Hürden keine Jagdschneisen an.

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