14.07.2017 - 22:36 Uhr
Deutschland & Welt

Deutsche unter den Opfern?: Messerattacke auf Urlauber

Die Sicherheitslage in Ägypten ist angespannt. Wieder gibt es dort einen Angriff auf Urlauber - unter den Opfern der Messerattacke am Strand des Roten Meeres sind möglicherweise auch Deutsche.

Bei der Messerattacke in einer Ferienanlage in der ägyptischen Touristenhochburg Hurghada wurden zwei Urlauberinnen getötet. Vier weitere Menschen wurden verletzt. Bild: Mohamed el-Shahed/AFP
von Agentur DPAProfil

Kairo/Berlin. (dpa/AP) In Ägypten sind bei einer Messerattacke in einer Hotelanlage im beliebten Urlaubsort Hurghada am Roten Meer zwei Touristinnen getötet und mehrere verletzt worden. Laut lokalen Quellen könnte es sich bei den Getöteten um deutsche Urlauberinnen handeln. Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte das zwar bislang nicht, schließt aber nicht aus, dass auch Deutsche ums Leben gekommen sind. "Gewissheit haben wir darüber noch nicht", teilte ein Sprecher am Freitagabend mit.

Über die Herkunft der Opfer herrschte erst einmal Verwirrung. Zunächst berichtete die ägyptische Nachrichtenseite "Al-Masry Al-Youm", dass die beiden Getöteten aus der Ukraine stammten.

Das Innenministerium in Kairo sprach zunächst von sechs verletzten Touristinnen unterschiedlicher Nationalität. Der Gouverneur der Provinz, Ahmed Abdullah, bestätigte aber, dass zwei ausländische Urlauber ums Leben gekommen seien. Die Agentur Interfax berichtete, dass laut Konsulatsangaben eine russische Frau verletzt worden sei. Das tschechische Außenministerium bestätigte, dass eine Tschechin (36) bei der Messerattacke verletzt worden sei.

Der Angreifer sei von einem öffentlichen Bereich aus an den Hotelstrand geschwommen und habe mit dem Messer mehrere Touristengruppen angegriffen, hieß es in einer Erklärung des ägyptischen Innenministeriums. "Al-Masry Al-Youm" zitierte den Manager des Hotels "El Palacio". Demnach soll der Angreifer zunächst an einem benachbarten Hotelstrand Urlauber attackiert haben, bevor er zur nächsten Hotelanlage weitergeschwommen sei. Dort sei er von Sicherheitsleuten und Gästen überwältigt worden. Fotos im Internet zeigten, wie der überwältigte Angreifer auf einem Karren liegend durch den Garten einer Hotelanlage gezogen wurde. Auf einem anderen Foto, das ägyptische Medien verbreiteten, lag eine blutverschmierte Touristin mit Bikini und Sonnenbrille auf einem Sofa in einer Hotellobby.

Das Auswärtige Amt in Berlin verurteilte den Angriff. "Diese feige und niederträchtige Tat, die sich gezielt gegen Urlauber gerichtet zu haben scheint, die einfach nur eine unbeschwerte und erholsame Zeit am Meer verbringen wollten, verurteilen wir auf das Schärfste", erklärte ein Sprecher des Ministeriums. "Wir trauern mit den Familien der Opfer und hoffen, dass alle, die bei dem Angriff verletzt worden sind, rasch und vollständig wieder gesund werden." Die Botschaft in Kairo stehe im engsten Kontakt zu den Behörden und arbeite daran, schnellstmöglich aufzuklären, ob tatsächlich deutsche Touristen unter den Opfern sind.

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