Die häufigsten Begriffe rund ums Dach
Giebel, First und Traufe

Bei der Planung und beim Bau eines Daches begegnen einem Begriffe, die sich nicht immer sofort von selbst erschließen lassen. Hier die häufigsten Begrifflichkeiten und ihre Zusammenhänge im Überblick.

Dachflächen-Abschlüsse

Der obere Abschluss jeden Steildachs, an dem die geneigten Dachflächen aufeinandertreffen, ist der First. Dieser Übergang wird mit Hilfe spezieller Elemente besonders geschützt, zum Beispiel mit sogenannten Firstziegeln oder -steinen und bei Metalldächern mit individuell gekanteten Profilen. Hauptaufgabe der Firstdeckung ist die Dach-Entlüftung und der Schutz vor eindringender Feuchtigkeit.

Den Gegensatz zum First bildet die Traufe.Sie ist der untere Abschluss einer geneigten Dachfläche und gleichzeitig die Tropfkante des Dachs bei Regen. Daher wird an der Traufe das Dach-Entwässerungssystem angebracht.

Den seitlichen Abschluss geneigter Dachflächen nennt man Ortgang. Ähnlich wie beim First sorgen auch hier spezielle Produkte für einen zusätzlichen Schutz der Dachkonstruktion und schließen das Dach optisch harmonisch über die Dachkante hinweg ab.
Giebel, Grat und Kehle

Anders als First und Traufe beschreibt der Giebel nur indirekt einen Teil des Dachs. Als Giebel bezeichnet man die Wandflächen seitlich des Daches. Beim klassischen Satteldach ergibt sich eine dreieckige Fläche, die meist genügend Platz für den Einbau von Fenstern bietet. Bei Krüppelwalmdächern ist der Giebel trapezförmig, Walmdächer hingegen besitzen gar keinen Giebel.

GratundKehle sind ebenfalls nicht bei jedem Dach vorhanden. Sie beschreiben die Verschneidungslinien zweier Dachflächen. Innen liegend nennt man diese Kehle, außen liegend spricht man vom Grat. Kehle und Grat findet man oft bei Dächern mit Gauben und über L-förmigen Grundrissen.

Holzkonstruktion

In Bezug auf das Innenleben des Dachs, genauer gesagt die Holzkonstruktion gibt es ebenfalls Bezeichnungen, die erklärt werden sollten. Am häufigsten trifft man dabei auf die Begriffe Sparren, Pfetten und Konterlattung. Unter Pfetten versteht man die Längsbalken, die parallel zu Traufe und Dachfirst verlaufen und als tragende Auflage für die Sparren dienen. Die Sparren werden parallel zum Ortgang, senkrecht auf die Pfetten aufgebracht und sind wiederum Träger der Dachhaut.
Die Konterlattung wird als Längseinlattung auf der Unterdeckung, die zum Beispiel aus einer diffusionsoffenen Folie besteht, die als zweite Ableitebene und als Winddichtung auf den Sparren aufgebracht wird, montiert. Die Konterlattung dient der Sicherstellung der Belüftung unterhalb der Dachdeckung.

Die Traglattungbeschreibt eine Quereinlattung, die angebracht wird, um daran nach außen hin die Dachdeckung zu fixieren. Mittels einer Konterlattung können jedoch zusätzlich Unebenheiten ausgeglichen werden.

Die Dachschalung kommt bei Dachdeckungen aus Schiefer oder Metall anstelle der Lattung zum Einsatz. Sie ist bei Dachdeckungen erforderlich, die entweder kleinteilig oder nicht selbsttragend sind, um eine ausreichende Befestigungsfläche zu erzielen. (Quelle: dach.de)
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