Doppelmord in Detmold
Tatverdächtiger einschlägig vorbestraft

Detmold. Der Tatverdächtige des Detmolder Tötungsdelikts an einer 24-jährigen Frau und ihrem Sohn hat bereits sechs Jahre wegen versuchten Mordes in Haft gesessen. Er sei 2005 verurteilt worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Das damalige Verbrechen weise Ähnlichkeiten mit den jetzigen Taten auf. In beiden Fällen habe der Tatverdächtige "im sozialen Nahbereich einen längeren Kontakt zu Frauen" aufgebaut. Nach der Haftentlassung seien bis dato keine weiteren Straftaten bekannt geworden.

Auch am zweiten Tag nach dem Fund der Leichen fehlte zunächst jede Spur von dem 53 Jahre alten Nachbarn. "Bislang sind 25 Hinweise eingegangen, die nun geprüft werden", sagte ein Polizeisprecher. Die Fahndung laufe "mit Hochdruck".

Die Leichen der jungen Mutter und ihres Sohnes (6) waren am Montagabend erstochen in der Wohnung des Nachbarn gefunden worden. Die Tatwaffe ist demnach wahrscheinlich ein Messer. Es sei aber noch nicht gefunden worden. Mutter und Kind waren laut Polizei erst vor wenigen Wochen in das Mehrfamilienhaus nahe der Detmolder Innenstadt gezogen. Der Deutsche wohnte in demselben Haus. Die Ermittler fahnden mit Foto und Personenbeschreibung nach dem Verdächtigen.
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