16.06.2012 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Druck aus der Bevölkerung erzeugen

von Redaktion OnetzProfil

Zum Bericht "Grünes Wachstum" - Regierungsberater fordern radikale Öko-Reformen" schreiben Mitglieder der Global Marshall Plan - Lokalgruppe Mitterteich:

Im Artikel werden die drängenden Probleme unserer Zeit thematisiert. Jedoch bezweifeln wir, dass trotz der richtigen Schlussfolgerungen Taten folgen werden. Wir verbrauchen heute mehr Energie und Ressourcen als jede Generation vor uns. Trotzdem profitieren nur ganz wenige. Insbesondere in den Entwicklungsländern ist die Lage immer noch katastrophal (Hunger, Armut, Auswirkungen des Klimawandels, Landraub).

Die Globalisierungsbedingungen unterstützen die Ausbeutung von Mensch und Natur. Die Globalisierung kann und muss deshalb gerechter gestaltet werden. Rahmenbedingungen, die "grünes Wachstum" fördern, wären ein wesentlicher Beitrag dazu. Ob die Politik dazu in der Lage und auch wirklich willens ist, werden unter anderem die Ergebnisse des UN-Umweltgipfels in Rio zeigen. Deshalb kommt es besonders darauf an, dass - durch informierte und motivierte Bürger - politischer Druck "von unten" entsteht. Viele werden jetzt sagen: "Ich kann da als Einzelner sowieso nichts ausrichten". Das stimmt so nicht! Tagtäglich fördern oder boykottieren wir durch unsere Kaufentscheidungen die Bedingungen, unter denen Produkte hergestellt werden. Denn erhöhte Nachfrage hat sehr schnell ein gesteigertes Angebot zur Folge. Auf diese Weise haben, ganz nach dem Prinzip der Marktwirtschaft, in fast allen Supermärkten Bio-Produkte Einzug gehalten.
Ein nächster logischer Schritt ist der Kauf regional erzeugter Produkte. Wer politischen Druck aufbauen möchte, kann sich als einfachste Maßnahme kostenlos in Unterstützerlisten freier Initiativen, Gruppen oder Vereinigungen eintragen, die sich mit diesen Themen befassen. Wer mehr machen möchte ist gerne eingeladen, aktiv bei diesen Gruppen mitzuwirken.

Letztendlich brauchen wir einen sogenannten "Global Marshall Plan". Dieses Konzept beinhaltet einen verbesserten Ordnungsrahmen für die Weltökonomie nach dem Prinzip einer weltweiten ökosozialen Marktwirtschaft mit weltweit gültigen Sozial- und Umweltstandards sowie wirkungsvollen und weltweit durchsetzbaren Regeln für die Finanzmärkte.

Gerald Schmid, 95666 Mitterteich und weitere vier Unterzeichner

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