Druck kann nicht groß genug sein

Zum "Nordbayernplan" der Staatsregierung:

In einem Interview mit "Heimatminister" Markus Söder waren dessen Vorstellungen über einen "Nordbayernplan" zu lesen. Neben vielen positiven Ansätzen, wie Förderung von Hochschulen, kommen die versprochenen Behördenverlagerungen nur sehr zögerlich voran. Söder nennt dabei einen Zeitplan von zehn Jahren, damit es nicht zu Zwangsversetzungen kommt. Angehende Lehrer, Polizisten oder Beamtenanwärter sind in die Gegenrichtung aber durchaus mit Zwangsversetzungen konfrontiert. In der gleichen Ausgabe, nur zwei Seiten weiter, ist zu lesen: "Teurer Umzug der Lotterieverwaltung". Gemeint ist der Umzug der staatlichen Lotterieverwaltung innerhalb Münchens. Für die 13 000 Quadratmeter große neue Räumlichkeit fällt zukünftig eine Monatsmiete von 281 500 Euro an. Außerdem sind Renovierungskosten von 11 Millionen Euro notwendig.

Warum muss eine staatliche Lotterieverwaltung ihren Sitz unbedingt in München haben? Der Druck auf die Politiker in Sachen Behördenverlagerung nach Nordbayern kann gar nicht groß genug sein, sonst wird es bei Absichtserklärungen bleiben.

Martin Müller, Luhe
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