Dschungelcamp 2017
Zwei Wochen Realitätsflucht

Model Gina-Lisa Lohfink. Bild: dpa

Ein früherer Weltmeister, ein Sänger, der inzwischen strippt, und viele Reality-TV-Sternchen: RTL setzt beim Dschungelcamp wieder auf eine vielversprechende Zusammensetzung. Eine Woche vor Start der Show "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" ist endlich offiziell, wer einzieht.

Köln. Ex-Fußballweltmeister Thomas Häßler, Ex-Modelfreund Alexander "Honey" Keen, "Mallorca"-Jens Büchner, Schauspieler Markus Majowski, Neue-Deutsche-Welle-Star Fräulein Menke, Ex-DSDS-Teilnehmerin Sarah Joelle Jahnel, Schauspielerin Nicole Mieth, TV-Maklerin Hanka Rackwitz, "It-Boy" Florian Wess, der strippende Sänger und Sarah-Connor-Ex Marc Terenzi und Terenzi-Ex Gina-Lisa Lohfink gehen in den Dschungel, wie RTL bestätigt. Und Kader Loth springt kurzfristig für Nastassja Kinski ein.

Konfliktbewährt

"Ein vielversprechendes Unterhaltungsprinzip" nennt Medienwissenschaftlerin Joan Kristin Bleicher von der Uni Hamburg diese Zusammenstellung und erkennt "Konfrontainment-Strategien" als Strukturprinzip. "Es gibt natürlich Kandidaten, die konfliktbewährt sind wie Jens Büchner und Gina-Lisa Lohfink", sagt sie. "Auch Kader Loth geht in die Richtung." Eine Kostprobe von Loth, von der nicht klar ist, warum sie so viele Fernsehzuschauer kennen: "Ich habe mich selber entdeckt - deshalb verdien' ich ja 'nen Nobelpreis."

Dass die Kandidaten sich ihre geplanten Rollen zurechtgelegt haben, wird in den ersten Trailern deutlich. Schauspielerin Mieth ("Verbotene Liebe") betont, sie suche das Abenteuer, nicht das schnelle Geld: "Ich bin berufstätig. Ich habe 2016 schon einige Sachen gemacht, die man auch nachlesen kann."

Wiedererkennungswert

Gina-Lisa Lohfink, die im Dschungel auf den Spuren ihrer Ex-Busenfreundin Sarah "Dingens" Knappik wandelt, will sich "nicht nackig machen", Teilnehmerin Sarah Joelle Jahnel ("Deutschland sucht den Superstar") dagegen möglicherweise schon. Ist vielleicht auch besser: So hat sie bei denjenigen, die sie schon in der RTL-Nacktshow "Adam und Eva" sahen, einen gewissen Wiedererkennungswert. Die Sendung biete einen "Einblick in die Mediengesellschaft als Mikrokosmos", sagt Bleicher. "Man kann Z-Prominenten dabei zuschauen, wie sie in 14 Tagen versuchen, zu Stars aufzusteigen und beobachten, welche Strategien sie verfolgen." TV-Auswanderer Jens Büchner hat sich zur Sicherheit selbst einen Titel gegeben: "Geilste Sau von Malle".

Es ist bereits die elfte Staffel der Show, die RTL vom 13. Januar an zeigt. Seit mehr als zehn Jahren werden Spitzenquoten erreicht mit einer durchschnittlichen Zuschauerzahl zwischen 4,9 Millionen (2008) und 8 Millionen (2014).
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