14.02.2018 - 01:40 Uhr
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Ehering ist das langlebigste Symbol des Miteinanders – sorgfältige Auswahl wichtig Einfach oder auffällig

von Traum HochzeitProfil

Wer einen Ehering am Finger trägt, der sollte bestens darauf aufpassen. Wenn das Schmuckstück nämlich verlorengeht, bedeutet dies das Ende der Ehe … So zumindest besagt es eine von vielen Hochzeitsmythen, die sich im Laufe der Jahrhunderte angesammelt haben. Achtgeben sollten Mann und Frau freilich schon auf das äußere Zeichen ihrer Verbindung, doch wer seinen Ring tatsächlich verschusseln sollte, muss nicht zwangsläufig damit rechnen, vor dem Scheidungsrichter zu landen. Das wäre dann wohl doch ein bisschen zu viel Aberglaube.

Dennoch sind sowohl Verlobungs- als auch Eheringe Schmuckstücke, die im besten Fall ein Leben lang und darüber hinaus ihre Schönheit behalten sollen. Daher ist eine sorgfältige Auswahl besonders wichtig und nimmt Zeit in Anspruch. Dabei spielen einige Aspekte eine wichtige Rolle:

  • Wie passt der Ehering zum Verlobungsring?
  • Welches Material ist für den jeweiligen Alltag am Besten geeignet?
  • Welche Qualitätsansprüche bestehen an den Trauring?
  • Welcher Stil wird mir vermutlich noch lange gut gefallen?
  • Steinbesatz oder klassisches Band?
  • Schlicht, oder auffällig?

Platin und Palladium

Wer sagt, dass es immer Gold sein muss? Trauringe aus Platin und Palladium werden immer beliebter und machen den traditionellen Gold-Ringen Konkurrenz. Die beiden seltenen Edelmetalle sind sich in ihren Eigenschaften ähnlich und eignen sich besonders gut zur Herstellung von Eheringen, weil sie nicht anlaufen. Platin erfreut sich dank seiner außergewöhnlichen Reinheit schon seit einiger Zeit großer Beliebtheit, Palladium ist dagegen eher ein „Newcomer“ unter den Trauring-Materialien.

Ringe ohne Steine

Angesichts der Tatsache, dass die Trauringe ein Leben lang getragen werden, wünschen sich viele Paare schlichte und elegante Eheringe ohne Stein. Denn steinlos bedeutet ja nicht gleich schmucklos: Mit besonderer Oberflächenstruktur und geometrischen Details werden die Ringe auch ohne Diamanten zu echten Schmuckstücken.

Natur-Elemente

Schon lange ist bei Hochzeiten ein Trend zu mehr Natürlichkeit zu beobachten, was sich mehr und mehr auch auf die Wahl der Trauringe auswirkt. Sehr beliebt sind florale Motive, zum Beispiel Blüten - am liebsten mit Brillanten verziert - oder Ranken-Elemente. Trauring-Designer begeistern hier einmal mehr mit ihrer großen Kreativität: Wie wäre es zum Beispiel mit Brillanten, die in einem fantasievollen Sternenhimmel-Design gefasst sind?

Geometrische Designs

Egal ob Möbel, Geschirr, Kleider oder Hochzeitskarten: „Geometric Design“ ist einer der ganz großen Trends des Jahres. Davon lassen sich auch die Trauring-Designer inspirieren. Wellenmuster, Mehrfarbigkeit und sogar neue Ringformen geben Trauring-Kollektionen einen frischen, modernen Look. Für alle, die sich ausgefallene und individuelle Eheringe wünschen, ist dieser Trend genau das Richtige.

Fairtrade-Trauringe

Immer mehr Brautpaare achten bei der Planung ihrer Hochzeit auf Nachhaltigkeit – für die Wahl der Trauringe bedeutet das, dass Fairtrade als Auswahlkriterium immer wichtiger wird. Durch entsprechende Siegel werden faire Arbeitsbedingungen und Schutz der Umwelt beim Abbau von Edelmetallen und Diamanten garantiert.

Rosé-Töne

Die klassischen Farben für Trauringe sind Gold und Silber, doch zartes Rosé ist derzeit ebenfalls angesagt. Eheringe in Roségold haben das gewisse Etwas und wirken zeitlos romantisch und elegant. Besonders beliebt war zuletzt die Kombination von Silber und Rosé-Tönen, etwa im Colour-Blocking-Stil oder als Wellenmuster.

Eheringe aus Carbon

Eine Neuentdeckung unter den Trauring-Materialien ist Carbon. Zahlreiche Eheringe kommen mittlerweile in stilvollem Schwarz daher. So entstehen einzigartige Ringkreationen mit einem außergewöhnlichen, modernen Look. Besondere Oberflächenstrukturen oder effektvolle Kombinationen mit anderen Materialien geben Carbon-Ringen den letzten Schliff. (weddix.de)

Symbol der Liebe und Treue

Schon im frühen Altertum, als Zwangshochzeiten noch an der Tagesordnung waren, trugen die Menschen Eheringe. Zumindest Frauen. Als Zeichen, dass die Frau nun zum Ehemann gehört und dieser die Mitgift erhalten hatte, erhielt sie einen eisernen Ring. Sie trug ihn am linken Ringfinger. Diese Tradition geht auf die Vorstellung zurück, vom linken Ringfinger führe eine Ader direkt zum Herzen, die sogenannte „vena amoris“ (Liebesader). In einigen Ländern wie Italien und den USA steckt der Ehering deshalb traditionell noch heute am linken Ringfinger. Seit dem 13. Jahrhundert gehört der Ringtausch beider Partner zum kirchlichen Trau-Ritus. Er dient seitdem als Symbol für lebenslange Liebe und Treue.

Doch warum tragen Ehepaare in Deutschland, Österreich oder Bulgarien den Ehering am rechten Finger? Eine Theorie besagt, dass die Anhänger Martin Luthers den Ehering an der rechten Hand und nicht wie üblich an der linken Hand trugen, um sich von den Katholiken abzugrenzen. Auch könnte es damit zusammenhängen, dass Verträge mit der rechten Hand besiegelt wurden. Wieder eine andere Erklärung bezieht sich auf die Bibel. Im Exodus 15,6 heißt es: „Herr, deine rechte Hand tut große Wunder, Herr, deine rechte Hand hat die Feinde zerschlagen.“ Während der rechten Hand positive Eigenschaften zugesprochen werden, ist die linke negativ belegt. Manche glaubten, sie stünde in direkter Verbindung zum Satan. Als Zeichen der Liebe konnte der Ehering daher nur an der rechten Hand getragen werden. Heutzutage kann jedes Paar selbst entscheiden, wie und wo es seine Eheringe trägt. (mip)

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