Eiskunstlauf: Die Saison ist einfach zu kurz

Zum moralischen Dilemma in der Eishalle Amberg:

Seit 1969 bin ich Trainerin und nun auch lange schon Abteilungsleiterin im Eiskunstlauf im ESC. Viele Jahre waren wir ein großer Verein der ERSC Amberg und vertraten unter diesem Namen auch den Verein bei Meisterschaften und Wettbewerben.

1979 wurde das Stadion überdacht und eine kalte Eishalle entstand, aber die Öffnung wurde jedes Jahr gekürzt. Natürlich wurde der Strom jährlich erhöht und wir bezahlen pro Stunde 38 Euro für die Aktiven. Die Kosten sollen aber in Wirklichkeit viel mehr betragen. Wir teilen uns die Trainingszeiten mit zwei Eishockeyvereinen und Hobbyanträgern. Von den sechs Stunden wöchentlich werden dann noch etliche Stunden einfach gestrichen, wenn ein Eishockeyspiel angesetzt wird.

In fünf Monaten kann man natürlich keine Leistungen mehr erwarten und wir sollen einfach Geld in die Hand nehmen und nach Weiden ausweichen! Das haben wir auch gemacht und noch einige kleine Erfolge erzielt (Weiden hat 9 Monate Eis!). Ansonsten können wir nur eine Breite bilden und unseren 120 Läufern ein "schönes" Eislaufen beibringen. Schön wäre es, wenn wir wenigstens ohne Zuzahlung am 1. Oktober anfangen und Mitte März aufhören könnten. Finanziell geht es immer knapp auf mit Einnahmen und Ausgaben, da der Beitrag wohl einer der niedrigsten ist in Bayern. Zu wünschen wäre ein starker Verein wie der des 1. EV Weiden

Regine Allwardt,Amberg

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