Erholung im Biergarten, in der Eisdiele und im Straßencafé
Sonne, Eis und gute Laune

Ein junger Mann joggt mit nacktem Oberkörper durch den Amberger Stadtgraben, eine Asiatin hat ihren bunten Regenschirm als Sonnenschutz aufgespannt, aus offenen Fenstern dringt Musik. Wer in den vergangenen Wochen an den sonnigen und warmen Tagen durch die Straßen ging, spürte schnell: Der Frühling ist da - der Sommer nicht mehr weit.

Kühle Getränke

"Es ist so herrlich," sagt Anke und lächelt selig, "wie im Urlaub." Zusammen mit einer Arbeitskollegin sitzt die junge Frau vor einer Gaststätte in der Weidener Innenstadt. Beide haben Sonnenbrillen auf der Nase und schlürfen den Milchschaum von ihrem Kaffee. "Die Leute sind gut drauf und wir profitieren natürlich sehr davon", sagt die Bedienung. "Das schlägt sich auf den Geldbeutel nieder."

Das gute Wetter sorgte nach dem langen, trüben Winter vor allem in den Biergärten und Eisdielen für klingelnde Kassen. "Wenn es sonnig und warm war, war der Andrang sehr stark", erzählt Andreas, der in einer Eisdiele arbeitet.
Ihn selbst macht das warme Wetter aber nicht heiß auf Eis: "Als ich hier angefangen habe, habe ich jeden Tag zehn Kugeln gegessen", sagt er. "Jetzt bin ich froh, wenn ich nicht mehr probieren muss." Eis esse er nur noch nach Feierabend.

Nicht nur mit kalten Getränken, sondern auch mit Fahrradhelmen wappneten sich die Oberpfälzer gegen die lange nicht mehr gekannte "Hitze". Familien, Paare und Sportler waren schon vormittags auf den Radwegen der Region unterwegs. Unterdessen hatten einige bereits mit roten Nasen von verbrannter Haut zu kämpfen.

Echte Oberpfälzer hingegen bringt das Wetter nicht aus der Ruhe. "Ich habe mich gut eingecremt", sagt Birgit. Wie fast alle schützt sie dann ihre Augen mit einer dunklen Sonnenbrille - der modische Effekt ist dabei sicher nicht unerwünscht.

"Des is' mir wurscht"

Von der Hitze völlig unbeeindruckt zeigt sich auch Josef Beindl. In voller Tracht - Lederhose, Weste - und mit stoischer Gelassenheit trinkt er am Sonntag sein Bier im Schatten eines Wirtshauses. Biergärten mag er "eigentlich schon gern", erzählt Beindl. Ein richtiger Bayer sei aber kein Schönwetter-Biertrinker. "Ich trinke das ganze Jahr über mein Bier, ob gutes Wetter ist oder schlechtes."

Und wenn wieder Schauer und Gewitter angekündigt sind? "Des is' mir wurscht", sagt er, fügt dann aber doch etwas kleinlaut hinzu: "Aber freilich is' scho schöner, wenn ma draußen sitzen kann." (dpa/aha)
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