06.06.2017 - 21:44 Uhr
Deutschland & Welt

Ermittler vergleichen DNA im Mordfall Endingen: Polizei prüft mögliche weitere Straftaten

Endingen. Nach der Festnahme des mutmaßlichen Mörders von zwei in Endingen in Baden-Württemberg und in Österreich getöteten Frauen prüft die Polizei, ob der Mann weitere Straftaten begangen haben könnte. Der 40 Jahre alte Fernfahrer war am Freitag gefasst worden. Hinweise auf weitere Taten gebe es bislang nicht, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. "Aber wir haben nun eine gute, saubere DNA von ihm." Diese werde europaweit mit anderen nationalen DNA-Dateien abgeglichen. Wie lange es bis zu ersten Ergebnissen dauere, sei nicht abzusehen. Der 40-Jährige sollte noch am Dienstag ein zweites Mal vernommen werden. In einer ersten Vernehmung hatte er die Endinger Tat den Angaben zufolge von sich gewiesen. Er soll die 27-jährige Frau Anfang November vergewaltigt und getötet haben. Ob er die junge Frau da bereits kannte, sie zufällig beim Joggen traf oder vorher ausspionierte, gehöre zu den Fragen, die zu klären seien, sagte der Polizeisprecher. Der Rumäne steht auch im Verdacht, drei Jahre zuvor im österreichischen Kufstein eine junge französische Studentin missbraucht und umgebracht zu haben. Der Mann wurde festgenommen - 20 Minuten nachdem Kriminaltechniker bei DNA-Analysen einen Treffer gemeldet hatten. Der bei einer Spedition in der Region angestellte Fernfahrer hatte Mitte vergangener Woche mit anderen Fahrern des Unternehmens eine freiwillige Speichelprobe abgegeben. Seit Samstag sitzt der Verdächtige in Untersuchungshaft. Ein Kollege von ihm war am Wochenende im Internet zu Unrecht wegen der Tat an den Pranger gestellt worden. Der Mann hat nun Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Die Polizei ermittele wegen Verleumdung und übler Nachrede, sagte ein Sprecher. Der Mann arbeite zwar in der gleichen Spedition wie der Tatverdächtige. Er habe mit dem Fall aber nichts zu tun. Entsprechende Unterstellungen in sozialen Medien seien falsch. Zuvor hatte die "Badische Zeitung" berichtet.

von Agentur DPAProfil
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
 
 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.