26.01.2018 - 20:00 Uhr
Deutschland & Welt

Erstmals seit 1999 Monat ohne Vollmond

Im Februar fehlt etwas am Sternenhimmel. Ein Vollmond. Dafür kehrt ein anderer Star zurück auf die abendliche Himmelsbühne.

von Agentur DPAProfil

Der Februar wartet mit einer astronomischen Besonderheit auf: Es gibt keinen Vollmond. Der Grund: Der Februar hat - außer in Schaltjahren - 28 Tage. Eine volle Lunation, also beispielsweise die Zeitspanne von Vollmond zu Vollmond, dauert hingegen 29 und einen halben Tag. Da es am 31. Januar mittags einen Vollmond gibt, folgt der nächste in der Nacht vom 1. auf 2. März. Der Februar geht somit leer aus. Im Januar gab es hingegen gleich zwei Vollmondtermine, und auch im März wird sich unser Nachbar zweimal voll beleuchtet zeigen. Letztmals blieb der Februar 1999 ohne Vollmond, das nächste Mal gibt es 2037 ein solches Ereignis. Am 15. Februar um 22:05 Uhr ist Neumond.

Der abendliche Sternenhimmel war in den letzten Monaten ohne helle, frei sichtbare Planeten. Dies ändert sich nun allmählich. Mitte Februar erscheint Venus auf der abendlichen Himmelsbühne. Anfang des Jahres hat sie die Seiten gewechselt und beginnt nun ihre Periode als Abendstern. Sie ist unter günstigen Bedingungen und bei freier Sicht zum Westhimmel in der Abenddämmerung knapp über dem Westhorizont als heller Lichtpunkt auszumachen. Im Fernrohr erscheint sie als winziges, rundliches Scheibchen.

Die Wintersternbilder sind gegen zehn Uhr abends schon deutlich nach Westen gerückt, Orion und Sirius im Großen Hund sind im Südwesten zu sehen, der Stier mit dem rötlichen Aldebaran steht noch am Westhimmel. Steil über unseren Köpfen erblickt man die beiden Sternenketten der Zwillinge, und nordwestlich von ihnen strahlt die helle, gelbliche Kapella im Fuhrmann.

Der Große Wagen schiebt sich im Nordosten immer höher, während die Kassiopeia, das Himmels-W, im Nordwesten herabsinkt. Im Südosten ist der Löwe erschienen. Als Leitsternbild des Frühlingshimmels kündigt er die kommende Jahreszeit an. Sein hellster Stern, der bläulich funkelt, wurde von Nikolaus Kopernikus Regulus getauft, was so viel wie "Kleiner König" heißt.

Jupiter beherrscht als hellster Planet die zweite Nachthälfte. Der Riesenplanet wandert durch das Sternbild Waage und verlagert seine Aufgänge in die Zeit kurz nach Mitternacht. Steigt Jupiter Anfang Februar eine Viertelstunde nach 2 Uhr morgens über die südöstliche Horizontlinie, so erfolgt am Monatsende sein Aufgang schon 40 Minuten nach Mitternacht. Saturn im Sternbild Schütze kann am Morgenhimmel erspäht werden. Am 1. geht der Ringplanet kurz vor 6 Uhr morgens auf, am 28. schon eine Viertelstunde nach 4 Uhr. Mars baut seine Stellung am Morgenhimmel weiter aus. Der rote Planet eilt durch den Skorpion. Die Marsaufgänge verfrühen sich von 3.30 Uhr auf 3 Uhr Ende Februar.

Die Sonne wandert entlang dem aufsteigenden Teil ihrer Jahresbahn. Sie nähert sich dem Himmelsäquator, den sie im März zu Frühlingsbeginn erreicht. Am 16. wechselt sie mittags aus dem Sternbild Steinbock in das Sternbild Wassermann. Zwei Tage später tritt sie am frühen Abend in das Tierkreiszeichen Fische. Die Mittagshöhe der Sonne nimmt um neun Grad zu, die Tageslänge wächst um eineinhalb Stunden.

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