23.08.2017 - 21:04 Uhr
Deutschland & Welt

Europäische Fledermausnacht: Schutzbedürftig statt gruselig Auf den Spuren der bedrohten Tiere

Hilpoltstein/Hohenburg. Hufeisennase, Mausohr, Abendsegler, Braunes oder Graues Langohr: In Bayern gibt es 23 Fledermausarten - und alle gelten als gefährdet. Zur europäischen Fledermausnacht "Batnight" am kommenden Wochenende (26. und 27. August) lädt der Landesbund für Vogelschutz (LBV) zu Veranstaltungen in ganz Bayern ein, um auf die Bedrohung der Fledermäuse aufmerksam zu machen.

von Agentur DPAProfil

Die größte Gefahr für die nachtaktiven Tiere stelle der Verlust von geeigneten Lebensräumen dar, sagt LBV-Biologin Anne Schneider. "Alte Baumbestände, die in ihren Höhlen und Ritzen vielfältigen Unterschlupf gewähren, verschwinden zunehmend." Durch Pestizide würden zudem Insekten und somit Nahrungsmittel der Fledermäuse vergiftet.

Fledermäuse in der Dämmerung zu beobachten, erfordert Geduld. Möglich ist das unter anderem im Fledermaushaus des LBV in Hohenburg im Landkreis Amberg-Sulzbach. Dort gibt es die einzige Kolonie von Großen Hufeisennasen in Deutschland. Sie ist 1992 in einer einsturzgefährdeten Scheune entdeckt worden. Seitdem wird die Gruppe streng geschützt. Die Tiere können von Besuchern beim abendlichen Ausschwärmen oder bei der Pflege des Nachwuchses beobachtet werden. Sogenannte Fledermaus-Detektoren machen die ultrahochfrequenten Rufe der Tiere hörbar.

Zur europäischen Fledermausnacht werden mittlerweile in mehr als 35 Ländern Veranstaltungen zu Fledermäusen angeboten. In Bayern gibt es bis in den September hinein zahlreiche Angebote der LBV-Kreisgruppen, unter anderem Vorträge und Exkursionen. Der Schutz der Tiere steht stets im Mittelpunkt.

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