06.09.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Experten erwarten bei "Shared Mobility" starke Zuwächse Teilen im Trend

Die Mobilität befindet sich im Wandel. Immer mehr Menschen kaufen sich kein Auto oder Fahrrad mehr, sondern nutzen die Fahrzeuge gemeinsam. Und diese Entwicklung wird sich laut einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger in den kommenden Jahren noch erheblich verstärken.

von Redaktion OnetzProfil

Experten erwarten bei der sogenannten "Shared Mobility" (gemeinsam genutzte Fahrzeuge) bis 2020 weltweit jährliche Wachstumsraten bis zu 35 Prozent. Vier Trends befeuern dieses Wachstum: eine neue Konsumkultur, die Ressourcenknappheit in Ballungszentren (zum Beispiel Parkraum), eine alternde Gesellschaft sowie die fortschreitende Vernetzung durch den Ausbau der Kommunikationstechnik. So sind die Menschen heute eher bereit, Transportmittel einfach nur zu nutzen, anstatt sie zu kaufen. Die demographische Entwicklung führt zu einer stärkeren Nutzung individueller und günstiger Bring- und Holdienste. Und durch Smartphone-Apps und Co. ist es immer einfacher, verschiedene Verkehrsmittel zu einer sogenannten Mobilitätskette" miteinander zu kombinieren.

Auch Rad und Parkplatz

Vier große Wachstumsfelder macht die Studie aus: Carsharing, Bikesharing, Mitfahr- und Taxidienste (Ridesharing) sowie Parkplatzdienste (Shared Parking). Das Carsharing soll um 30 Prozent jährlich wachsen und 2020 einen weltweiten Umsatz von 5,6 Milliarden Euro erreichen. Dazu trägt auch eine größere Vielfalt bei. So ist das Autoteilen heute zum Beispiel auch für das Flottenmanagement von Firmen interessant. Und das Ausleihen von Privat zu Privat gewinnt zunehmend Anhänger. Das spiegelt sich auch in einer wachsenden Zahl an Anbietern wieder, darunter neben Start-ups immer mehr etablierte Unternehmen wie Automobilhersteller, Transport- und Logistikfirmen. Eine neuere Entwicklung ist laut der Studie die (Wieder-) Etablierung des Fahrrades als "innerstädtisches Verkehrsmittel schlechthin". Der verstärkte Einsatz von E-Bikes sorgt für einen weiteren Wachstumsschub, weil sich dadurch neue Kundenschichten erschließen lassen.

Und schließlich bietet als vierter Wachstumsmarkt die gemeinsame Nutzung von Parkplätzen eine mögliche Lösung für den in Städten allgegenwärtigen Mangel.

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