21.08.2017 - 20:10 Uhr
Deutschland & Welt

Fast 70 000 Soldaten beteiligt Militärübung in Südkorea

Seoul/Peking. Trotz neuer Drohgebärden durch Nordkorea haben die USA und ihr Verbündeter Südkorea ein gemeinsames Militärmanöver begonnen. Bei der seit langem geplanten elftägigen Übung "Ulchi Freedom Guardian" (UFG/Ulchi-Freiheitswächter) stehen computergestützte Simulationen eines Kriegs auf der koreanischen Halbinsel im Zentrum. Das jährliche Manöver sei am Montag wie geplant gestartet worden, teilte ein Sprecher der US-Streitkräfte Korea (USFK) mit.

Bei der elftägigen Übung "Ulchi-Freiheitswächter" stehen Simulationen eines Kriegs auf der koreanischen Halbinsel im Zentrum. Bild: Ahn Young-Joon/dpa
von Agentur DPAProfil

Bei der Übung sitzen tausende Soldaten an verschiedenen Orten in Südkorea wie auch in den USA an Computern, um Simulationen durchzuführen. Es finden keine Schießübungen statt. Das Manöver, das Nordkorea neben den Frühjahrsübungen beider Länder regelmäßig als eine feindselige Handlung verurteilt, findet inmitten erhöhter Spannungen in der Region statt. Deshalb wird befürchtet, das wegen seines Atomprogramms diplomatisch isolierte Land könnte auf die Übung mit neuen Raketentests reagieren.

Südkoreas Präsident Moon Jae In warnte die kommunistische Führung Pjöngjangs, das Manöver als Vorwand zu benutzen, die Krise zu verschärfen. Das Außenministerium in China kritisierte, das Militärmanöver der USA und Südkoreas diene nicht dazu, die Spannungen abzubauen. An "Ulchi Freedom Guardian" (UFG) beteiligen sich nach Angaben beider Länder neben bis zu 50 000 südkoreanischen Soldaten auch 17 500 amerikanische Soldaten.

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