30.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Fehlerspeicher kann vor Gebrauchtwagenkauf einiges verraten - Manipulationen möglich Jedes Auto hat ein Gedächtnis

von Agentur DPAProfil

Um etwaigen Mängeln eines Gebrauchtwagens auf die Schliche zu kommen, können Interessenten in einer Fachwerkstatt eine sogenannte Fahrzeugdiagnose durchführen lassen. Dazu rät Stefan Ehl, Prüfingenieur bei der Sachverständigenorganisation KÜS in Losheim am See. Dabei werden per Computer über die OBD-Schnittstelle (On-Board-Diagnose) mögliche Fehler ausgelesen.

Störungen in der Elektronik können so erkannt werden. Über Sensoren registriert der Fehlerspeicher zum Beispiel, wenn der Luftmengenmesser verschmutzt oder die Bordspannung zu niedrig ist. Daneben können Probleme mit dem Katalysator oder der Abgasrückführung entlarvt werden. Andere Defekte, die sich nicht elektronisch erfassen lassen, wie etwa eine defekte Zylinderkopfdichtung oder ein beschädigter Turbolader, bleiben außen vor.

Allerdings ist auch der Fehlerspeicher nicht ganz frei von Manipulationsrisiken. Mittels Laptop, Adapter und einer speziellen Software können Fehlercodes über die OBD-Schnittstelle im Prinzip von jedermann einfach gelöscht werden, warnt Ehl. Das führt in der Regel aber nicht dazu, dass auch der Mangel behoben ist. Zumindest für einen gewissen Zeitraum können Kunden dann getäuscht werden. Denn sobald die Sensoren den Fehler erneut erkennen, wird der Code im Fehlerspeicher wieder abgelegt.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.