Für wen zahlt die Stadt in der Eishalle?
Leserbriefe

Zu den Eiskosten und dem Verhalten der Stadt:

Im Zeitungsartikel vom 12. März wird Sportreferent Wolfgang Dersch mit der Aussage zitiert, dass eine Stunde Eis in der städtischen Eishalle, um alle Kosten zu decken, eigentlich 120 Euro kosten müsste. Woher hat er eigentlich die Zahlen, die eine solche Aussage belegen?! Warum wird uns, dem EC 2000, oder auch dem ERSC Amberg nicht mal erklärt, wie diese Zahlen und Summen zustande kommen?

Es stellt sich auch die Frage, warum die Seniorenmannschaften dann umgerechnet 170 Euro pro Stunde Eis bei einem Verbandsspiel bezahlen müssen, wenn 120 Euro alle Kosten decken würden? So gesehen bezahlen die Eishockeyvereine nicht nur die anfallenden Kosten pro Stunde, sondern nochmals einen Aufschlag von über 30 Prozent! Für den Stadionbetreiber, oder für was? Wenn in den städtischen Turnhallen die Vereine für Fußball- oder Handballspiele alle Kosten tragen und obendrein noch mal 30 Prozent draufpacken müssten, könnte sich dies auf Dauer mit ziemlicher Sicherheit auch kein Verein mehr leisten, Veranstaltungen abzuhalten. Hier werden die Vereine auch von der Stadt unterstützt.
Ebenso die städtische Eishalle, die mit jährlich 150 000 Euro pro Saison (bei fünf Monaten Eiszeit sind das 30 000 Euro monatlich) von der Stadt bezuschusst wird! Dies muss man der Stadt auch hoch anrechnen. Ich sehe es aber derzeit leider so, dass wir bei diesen Stundenpreisen keinen Cent aus den städtischen Zuschüssen erhalten, ganz im Gegenteil, die vollen Kosten für Energie und sonstige anfallende Kosten tragen müssen! Für wen ist dann dieser Zuschuss von 150 000 Euro? Es würde mich, meine Vereinskollegen und vielleicht auch die Öffentlichkeit interessieren, was mit diesem Geld passiert!

Markus NieblerJugendabteilung EC 2000

Nicht jeder hat eine historische Altstadt

Zum Artikel "Bier, Knast und Luftkunst " und den Tourismus im Stadtgebiet:

Im Bereich Tourismus sieht OB Wolfgang Dandorfer Potenziale im Golftourismus, bei Radfahrern und Kultur in Form von Vermarktung von Festen. Zu dem meines Erachtens größten Potenzial, nämlich unserer wunderschönen mittelalterlichen Stadt, sagt er: "Eine historische Altstadt hat ja auch schon bald jeder."
Mit Augenzwinkern stelle ich fest: Mir ist nicht bekannt, das man historische Altstädte aus dem Hut zaubern kann, wenn einem danach ist. Mich würde interessieren, was sich die vielen Engagierten, zum Beispiel der Stadtwache, des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg und Cantus Ferrum denken, wenn sie diesen Satz lesen. Die Menschen in Amberg sind stolz auf ihre Stadt, geben Sie sich einen Ruck, Herr Dandorfer, und seien Sie als Stadtoberhaupt auch ein wenig stolz und machen Sie positive Werbung!

Doris Käsewieter, Amberg

"Langsam reicht das Hickhack"

Zum Bürgerspital:

Ist es eigentlich schlimmer, wenn der Stadtkämmerer, wenn auch ohne offiziellen Beschluss, aber mit Wissen aller (laut AZ!), die nicht geschlafen haben, dem Bürgerspital aushilft (der Wert des alten Bürgerspitals ist ja schließlich vorhanden, und wenn der Verkauf länger dauert, kann der Stadtkämmerer nichts dafür), oder ist es schlimmer, wenn zum wiederholten Male gefordert wird, dass Köpfe rollen sollen? Es wäre durchaus auch möglich, dass man die Altersheim-Bewohner wegen einer wohl vorübergehenden Klemme nicht beunruhigen wollte. Langsam reicht das Hickhack in dieser Sache und wenn das der Wahlk(r)ampfstil einer gewissen Partei sein soll, dann haben wir ja noch einiges zu erwarten!

Martin Gäckle, Amberg

___

Leserbriefe müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe sinnwahrend zu kürzen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.