25.11.2005 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Fürstin ohne Feinsinn Angemerkt

Frau Thurn und Taxis - genau so profan sei es hier geschrieben - hätte besser geschwiegen. Mit dem ihr eigenen Hang zum Plappern hat sie dem Regensburger Bischof keinen Gefallen getan. Vieles kann man Gerhard Ludwig Müller vorhalten, sicher aber nicht, dass er mit Plattheiten um sich werfe.

von Stefan Zaruba Kontakt Profil
Kommentar

Er möchte seine Kritiker auf dem Feld der Religions-Wissenschaft stellen: Dort ist er kraft Hirnschmalz und Ausbildung überlegen.

Wenn die Fürstin aber das Kirchenvolk vom engagierten Basislaien bis hin zu Landtagsabgeordneten und geschätzten Ex-Ministern wie Hans Maier als "Zwergerl" abkanzelt, nährt sie genau die Vorurteile, die Radikal-Kritiker gegenüber der katholischen Kirche haben. Lebt die Blaublütlerin denn noch im Zeitalter der Stände: hier Edelleute und Klerus, dort die Gemeinen? Und ist der Bischof für sie mehr Kirchenfürst denn guter Hirte?

Bleibt zu hoffen, dass sich nicht so mancher Katholik beim "Gloria" demnächst auf die Zunge beißt. Die Ehre gebührt schließlich Gott in der Höh und nicht Sterblichen, die nur meinen, sie würden über ihren "Zwergerln" schweben.

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