Gabriel und die "Kohle-Seilschaft"

Zum Artikel "Die Regierung als Jobkiller":

Vielen Dank für diesen fundierten Artikel, der die Vorgehensweise und die Äußerungen von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel sehr klar darlegt und wiedergibt. Genau so ist es am 29. Juli in Nürnberg gelaufen. Gleichwohl fühlte sich Gabriel wohl etwas unter Druck gesetzt, denn seine genervt klingenden Äußerungen zu einem winzigen Zwischenruf aus dem Publikum: "Kann man denn hier nicht einmal ausreden?" ließen darauf schließen. Er hat gemerkt, dass seine Strategie nicht aufgeht und er seinen Diskussionspartnern nichts schönreden kann, weil die Ahnung haben.

Dass sich die alte "Kohle-Seilschaft" IG Bergbau, Chemie, Energie in seinem Sinne äußert, darf nicht weiter verwundern, die profitiert von der Kohleverstromung ähnlich wie die Konzerne und sitzt als Arbeitnehmervertreter in deren Aufsichtsräten, wie z. B. der IG BCE-Vorsitzende Michael Vasiliadis, der zudem SPD-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft berät.

Die Klimaforscherin Professorin Claudia Kemfert verneint auch immer wieder die Notwendigkeit der Gleichstrompassage Süd-Ost.

Wollen wir hoffen, dass es sich bei dem Gebaren des Ministers und der Konzerne um das letzte Gefecht handelt, dann könnten wir alle etwas zuversichtlicher in die Zukunft schauen, denn ohne diese Störfeuer würde die Energiewende schneller gelingen.

Maria Estl, 95704 Pullenreuth
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