29.06.2015 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Genossenschaft nur ein Ideal

von Redaktion OnetzProfil

"Genossenschaftliche Banken schaffen Mehrwert in der Region":

Die Fusion von Banken ist das Gebot der Zeit, die möglichen Synergieeffekte erfordern große Einheiten. Man muss daher kein Prophet sein, um bayernweite V+R-Banken vorherzusagen. Das Problem ist die Rechtsform "eingetragene Genossenschaft", unter der die Volks- und Raiffeisenbanken firmieren.Damit sind sie dem Genossenschaftsgesetz unterworfen und somit verpflichtet, ihre Mitglieder zu fördern. Ziel einer Genossenschaft darf nicht die Gewinnmaximierung, sondern muss die bestmögliche Förderung ihrer Mitglieder sein. Durch kostenlose Kontenführung, günstigere Kredite für Mitglieder als für Nichtmitglieder, eine genossenschaftliche Rückvergütung usw.

Das alles finden sich bei den V+R-Banken in Bayern aber nicht. Bank" und "Genossenschaft" funktioniert auch eigentlich nicht miteinander. Das hat zu Zeiten von Vater Raiffeisen und Schultze-Delitsch funktioniert, in kleinen, überschaubaren Kreditvereinen. Kleine Gruppen, die sich gegenseitig kennen und vertrauen. Sogenannte "Genossenschaften" mit tausenden von Mitgliedern können so nicht funktionieren.

Die V+R-Banken agieren daher wie normale Geschäftsbanken. Außer den pseudodemokratischen Ritualen auf den General- oder Vertreterversammlungen und dem Wort "Genossenschaft" ist nichts genossenschaftliches zu nachzuweisen. Die Initiatoren für dieses Handeln sind in den Genossenschaftsverbänden zu suchen. Diese Verbände würden austrocknen, gebe es keine beitragszahlenden Genossenschaftsbanken mehr.

Herbert Simon 92272 Freudenberg

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