Gurmeet Ram Rahim Singh verurteilt
Guru muss hinter Gitter

Der indische Guru Gurmeet Ram Rahim Singh muss wegen Vergewaltigung für zehn Jahre hinter Gitter. Bild: Tsering Topgyal/AP/dpa

Rohtak. Nach seiner Verurteilung wegen Vergewaltigung hatte es Krawalle mit 38 Toten gegeben - nun muss der indische Guru Gurmeet Ram Rahim Singh 20 Jahre hinter Gitter. Er bekam zwei zehnjährige Haftstrafen, wie Staatssekretär Ram Niwas vom Innenministerium des Bundesstaates Haryana der Deutschen Presse-Agentur erklärte. Ein Richter verkündete das Strafmaß am Montag in dem Gefängnis im nordindischen Rohtak, in dem Ram Rahim seit seiner Verurteilung inhaftiert war. Damit sollten erneute Ausschreitungen verhindert werden, es gab zunächst auch keine Berichte über Gewalt.

Mehr als 100 000 Anhänger des extravaganten Gurus waren zu der Urteilsverkündung am vergangenen Freitag in den Ort Panchkula gekommen. Viele hatten anschließend randaliert. Dabei kamen dort 32 Menschen ums Leben; 6 weitere starben im rund 250 Kilometer entfernten Sirsa, wo die Sekte von Ram Rahim beheimatet ist. Mehr als 250 Menschen wurden verletzt. Die meisten Opfer wurden von Polizeischüssen getötet. Mehr als 900 Mitglieder der "Dera Sacha Sauda" wurden festgenommen.

Ram Rahim war der Vergewaltigung zweier seiner Anhängerinnen im Jahr 2002 schuldig befunden worden. Im selben Jahr wurde ein Journalist ermordet, der über die Sekte geschrieben hatte. Auch dafür muss sich der Guru noch vor Gericht verantworten. Ihm wird außerdem vorgeworfen, Hunderte Anhänger zur Kastration gezwungen zu haben.
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