Hochwasser in Texas fließt ab, aber Hurrikan Irma rollt an
Furcht vor Bakterien und Chemikalien

Überflutete Highways rund um Houston. Bild: David J. Phillip/dpa

Houston. Während über dem Atlantik schon der nächste Sturm in Richtung Amerika unterwegs ist, wächst in Texas die Furcht vor den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen von "Harvey". Mediziner warnen vor Gesundheitsrisiken durch verunreinigtes Wasser. Chemie- und Ölanlagen sind durch das Wasser in Gefahr. Die Folgen einer Explosion in einer Chemiefabrik nahe Houston sind noch immer nicht vollends geklärt. "Texas heilt schnell", twitterte Präsident Donald Trump am Freitag. "Aber es ist noch so viel zu tun."

Einem Bericht der "Washington Post" zufolge dürften weit mehr als die 100 000 Häuser von Flutschäden betroffen sein, die das Weiße Haus am Donnerstag genannt hatte. Allein 93 000 Häuser seien nach Angaben aus Texas außerhalb der Millionenmetropole Houston, der viertgrößten Stadt der USA, betroffen. Die Behörden im Harris County erklärten, allein dort seien 136 000 Gebäude geflutet worden - zehn Prozent des Häuserbestands.

Über die Zahl der Todesopfer der Flutkatastrophe gab es keine Klarheit. US-Fernsehsender wie Fox News und CNN gaben am Freitag die inoffizielle Zahl von 39 Toten an. In der Stadt führte dies nach Medienberichten zu Engpässen bei Beerdigungsinstituten. Der Flugverkehr an den Flughäfen der Region sollte über das Feiertagswochenende in den USA aber wieder aufgenommen werden. "Unser Plan ist, schrittweise zum Normalbetrieb zurückzukehren", teilten die beiden großen Flughäfen von Houston am Freitag mit.
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